Mbappé bestätigt: Bayern, Dortmund und Leipzig wollten mich – Bundesliga fast meine erste Station
In einem aufsehenerregenden Interview mit dem französischen TV-Sender Téléfoot hat Kylian Mbappé bestätigt, dass es schon früh in seiner Karriere konkretes Interesse aus der Bundesliga an ihm gegeben hat. Demnach bemühten sich Bayern München, Borussia Dortmund und RB Leipzig um den damals aufstrebenden französischen Wunderknaben – lange bevor er bei Paris Saint-Germain zum Weltstar reifte.
„Es ist wahr, dass es Gespräche gab, als ich noch bei der Jugendakademie in Monaco war“, so Mbappé, der nun bei Real Madrid unter Vertrag steht. „Bayern, Dortmund und Leipzig hatten meine Entwicklung sehr genau verfolgt. Besonders Dortmund hat früh das Potenzial erkannt.“
Laut Mbappé sei ein Wechsel nach Deutschland damals „durchaus realistisch“ gewesen. Vor allem RB Leipzig, das unter Ralf Rangnick damals eine aggressive Nachwuchspolitik verfolgte, habe ihn und seine Familie mit einem klaren sportlichen Plan überzeugen wollen. „Sie zeigten mir auf, wie ich mich schrittweise entwickeln könnte, ohne zu viel Druck. Es war beeindruckend.“
Auch Borussia Dortmund habe einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Scouts des BVB sollen Mbappé mehrfach live beobachtet und Kontakt mit seiner Familie aufgenommen haben. „Dortmund hatte eine starke Bilanz, junge Spieler groß rauszubringen – Dembélé, Pulisic, Sancho. Ich habe das natürlich alles verfolgt.“
Am konkretesten aber war wohl der FC Bayern München. Laut dem heutigen Weltmeister gab es ein Treffen mit Bayern-Vertretern im Jahr 2015. „Ich erinnere mich gut an das Gespräch. Es war professionell, sehr respektvoll. Sie sagten, ich hätte das Zeug, in München zu reifen – vielleicht nicht sofort in der ersten Mannschaft, aber langfristig. Für einen 16-Jährigen war das eine große Ehre.“
Doch der Wechsel in die Bundesliga kam nie zustande. Stattdessen entschied sich Mbappé für den Verbleib in Monaco, wo er 2016/17 seinen Durchbruch feierte – inklusive Meistertitel und Champions-League-Halbfinale. Anschließend folgte der Mega-Transfer zu Paris Saint-Germain.
Heute blickt der Superstar ohne Groll, aber mit Respekt zurück: „Ich habe die Bundesliga immer geschätzt. Sie ist intensiv, taktisch anspruchsvoll und gerade für junge Spieler eine sehr gute Schule. Wer weiß – hätte ich mich damals anders entschieden, hätte meine Karriere einen ganz anderen Verlauf genommen.“
Für die deutschen Vereine bleibt die Episode eine verpasste Chance. Mbappé ist mittlerweile Weltmeister, mehrfacher Ligue-1-Torschützenkönig und einer der bekanntesten Spieler des Planeten. Doch dass er überhaupt kurz vor einem Wechsel nach Deutschland stand, dürfte viele Fußballfans erstaunen – und vielleicht sogar ein wenig schmerzen.