Ein unheilverkündendes Donnerwetter lag über dem BayArena-Himmel – nur um in einem Augenblick von einem leuchtenden Blitz geteilt zu werden: Kasper Hjulmand, der ruhige Visionär aus Dänemark, wurde zum neuen Cheftrainer von Bayer Leverkusen erkoren, ein Role, das er mit der unerschütterlichen Hingabe eines Propheten annahm. Mit der Veröffentlichung am 8. September 2025 bestätigte der Klub: Hjulmand übernimmt einen bis Juni 2027 datierten Vertrag als Nachfolger des gescheiterten Ten Hag-Projekts .
In dieser schicksalhaften Vereinbarung verschmolzen zwei Welten: die gedrängte Erwartung eines ambitionierten Bundesligisten und die nüchterne Klarheit eines Mannes, dessen größte Heldentaten auf dem Spielfeld mit Dänemark stattfanden. Der Däne, der die „Dänen“ bei der EM 2020 ins Halbfinale führte, trat mit dem Versprechen an: „Ich habe Bayer Leverkusen stets als äußerst ambitioniert und gut strukturiert geschätzt – dieser Eindruck hat sich in den letzten Tagen bestätigt“ .
Schon zuvor waren Spekulationen aufgekeimt: Kicker, „Bild“, Sky und Transfermarkt berichteten von fortgeschrittenen Gesprächen – ein porzellanernes Treffen auf diplomatisch-geheimer Ebene, bei dem Simon Rolfes und Hjulmand in Düsseldorf die Eckpunkte skizzierten . Medien hoben hervor, warum Hjulmand wie geschaffen schien: seine empathische Art, seine Gewandtheit in Deutsch und Englisch, seine Erfahrung mit arrivierten Stars und sein Coaching-Stil – bevorzugt im 3‑4‑2‑1-Spielsystem – deckten sich perfekt mit der Leverkusener Philosophie .
Täuschend kurz war die Ära von Erik ten Hag – nach nur zwei Bundesliga-Spieltagen musste der niederländische Coach gehen. Der Klub reagierte, der Trainer verschwand, und die Entscheidung fiel: Hjulmand sollte als neuer Lotse ans Ruder . Leverkusen, frisch vom Double unter Xabi Alonso, investierte nach dem Abgang zahlreicher Leistungsträger – Wirtz, Frimpong, Tah, Xhaka – rund 170 Mio. € in neue Impulse. Darunter schillernde Namen wie Ibrahim Maza, Malik Tillman, Jarell Quansah, Loïc Bade und Mark Flekken – eine Mischung aus Erbe und Aufbruch .
Doch es war nicht nur Geld, das die Waagschale neigte. Hjulmands Führungsstil – transparent, empathisch, kommunikativ – wurde von allein schon als Schlüssel zu einem jungen, noch formungsfähigen Kader gepriesen: „Eine neu zusammengesetzte Mannschaft braucht klare Richtung – Kasper bringt beides,“ erklärte CEO Fernando Carro .
So formte sich die Geschichte: Aus dem Dunst der Krisenstunden, aus dem Ringen zwischen Enttäuschung und Hoffnung, ragte Hjulmand heraus. Keine wundersame Lösung – sondern eine bewusste Wahl: ein Mann, der aus der Ruhe heraus führen, gestalten und heilen kann. Hjulmand, der Taktiker aus Nordsjælland, der Empath und Krisenmanager, betrat die Bühne in Leverkusen – bereit, das Erbe von Alonso weiterzuführen und neue Erfolgskapitel zu schreiben.