Julian Brandt nach erfolgreicher Operation vorübergehend außer Gefecht – BVB-Star fällt mehrere Wochen aus
Dortmund – Schocknachricht für Borussia Dortmund und seine Fans: Mittelfeldmotor Julian Brandt wird dem BVB in den kommenden Wochen nicht zur Verfügung stehen. Wie aus vereinsnahen Kreisen verlautet, hat sich der 29-jährige Nationalspieler in der Länderspielpause einer Operation unterzogen. Die Prozedur sei planmäßig und erfolgreich verlaufen, dennoch wird Brandt dem Team voraussichtlich bis Mitte Oktober fehlen.
Die Operation, deren genauer Hintergrund nicht offiziell kommuniziert wurde, soll nach Informationen der „Ruhr Nachrichten“ im Bereich des rechten Sprunggelenks erfolgt sein. Seit Wochen hatte Brandt offenbar immer wieder mit Schmerzen und Bewegungseinschränkungen zu kämpfen – vor allem nach dem intensiven Saisonstart mit Champions-League-Qualifikation, Bundesliga-Auftakt und DFB-Pokal. Die medizinische Abteilung des Vereins empfahl daher einen zeitnahen Eingriff, um eine Verschlimmerung zu verhindern und den Mittelfeldakteur langfristig fit zu halten.
Ein mutiger Schritt zur richtigen Zeit
Anstatt sich durch die Schmerzen zu kämpfen – wie es viele Profis tun, um keine Spiele zu verpassen – entschied sich Brandt gemeinsam mit Trainer Edin Terzić und dem medizinischen Team für eine präventive Maßnahme. „Es war kein einfacher Schritt, aber ein notwendiger“, ließ Brandt über seinen Berater ausrichten. „Ich möchte in der entscheidenden Saisonphase bei 100 Prozent sein – und dafür ist jetzt eine Pause der beste Weg.“
Der Zeitpunkt der Operation während der Länderspielpause wurde bewusst gewählt, da Brandt nicht für die deutsche Nationalmannschaft nominiert war. Damit verpasst er keine Länderspiele, sondern kann sich in Dortmund in aller Ruhe seiner Genesung widmen. Die Reha soll bereits in den kommenden Tagen starten, zunächst mit physiotherapeutischen Maßnahmen, bevor er nach und nach wieder ins individuelle Training einsteigt.
Terzić unter Zugzwang – Wer ersetzt Brandt?
Brandts Ausfall stellt Trainer Edin Terzić vor eine taktische Herausforderung. Der offensive Mittelfeldspieler war in den ersten Pflichtspielen der Saison einer der konstantesten Akteure – ideenreich, ballsicher, laufstark. Mit zwei Toren und drei Vorlagen hatte er maßgeblichen Anteil am gelungenen Saisonstart des BVB.
Nun könnten Spieler wie Marco Reus, Felix Nmecha oder der junge Julien Duranville ins Rampenlicht rücken. Auch eine Systemumstellung mit zwei Sechsern und einer falschen Neun wäre denkbar. Die kommenden Spiele gegen Bayer Leverkusen, RB Leipzig und in der Champions League gegen den AC Mailand werden zeigen, wie gut Dortmund den kurzfristigen Ausfall kompensieren kann.
Comeback fest im Blick
Laut Teamarzt Dr. Markus Braun verläuft die Heilung bislang planmäßig. Wenn alles gut geht, könnte Brandt bereits in fünf bis sechs Wochen ins Mannschaftstraining zurückkehren. Ein Einsatz im Bundesliga-Spitzenspiel gegen den FC Bayern Anfang November sei nicht ausgeschlossen – ein Termin, den sich der Offensivstratege bereits rot im Kalender markiert hat.
Für Brandt heißt es nun: Geduld, Disziplin und Rehabilitation. Für den BVB beginnt der Balanceakt, auf dem Platz kreativ zu bleiben – ohne seinen
Taktgeber im Zentrum.