Chabot zurück im Mannschaftstraining – VfB Stuttgart fast in Bestbesetzung vor Freiburg-Duell
Beim VfB Stuttgart kehrt pünktlich zum Bundesliga-Kracher gegen den SC Freiburg wieder Normalität ein – zumindest was das Lazarett betrifft. Gleich mehrere angeschlagene Spieler, darunter auch der robuste Innenverteidiger Julian Chabot, sind rechtzeitig fit geworden und haben in dieser Woche voll am Mannschaftstraining teilgenommen. Die Schwaben reisen somit nahezu in Bestbesetzung zum Europa-Park Stadion – ein wichtiges Signal vor dem brisanten Duell am Samstag.
Julian Chabot, der zu Saisonbeginn von Sampdoria Genua an den Neckar wechselte, hatte sich vor drei Wochen eine muskuläre Verletzung im Oberschenkel zugezogen und fiel zuletzt gegen Mainz und Augsburg aus. Der 26-Jährige bringt nicht nur physische Präsenz, sondern auch Führungsqualität in die Defensive der Stuttgarter. Trainer Sebastian Hoeneß zeigte sich auf der Pressekonferenz erleichtert:
„Julian ist ein wichtiger Baustein in unserer Abwehr. Dass er wieder voll belastbar ist, gibt uns Stabilität und Optionen.“
Doch Chabot ist nicht der Einzige, der seine Verletzung überwunden hat. Auch Flügelspieler Silas Katompa Mvumpa, der nach einer Sprunggelenksverletzung wochenlang fehlte, meldete sich eindrucksvoll im Training zurück. Der kongolesische Nationalspieler wirbelte in den Testspielen der Woche und dürfte gegen Freiburg zumindest als Joker infrage kommen.
„Silas bringt eine Geschwindigkeit und Unberechenbarkeit mit, die für jedes Spiel Gold wert ist“, sagte Sportdirektor Fabian Wohlgemuth. „Wir wollen aber kein Risiko eingehen. Seine Rückkehr wird dosiert erfolgen.“
Darüber hinaus konnte auch Mittelfeldmotor Atakan Karazor nach überstandener Prellung wieder das volle Pensum absolvieren. Der 27-Jährige, oft unterschätzt, ist das taktische Herzstück des VfB und soll gegen Freiburg wieder die Zentrale kontrollieren.
Mit nahezu vollständigem Kader kann Hoeneß also aus dem Vollen schöpfen – eine willkommene Situation, gerade angesichts der anspruchsvollen englischen Wochen, die dem VfB bevorstehen. In der Bundesliga liegt Stuttgart nach sechs Spieltagen auf einem starken dritten Platz, punktgleich mit Borussia Dortmund. Die Euphorie rund um den Verein ist spürbar, doch intern bleibt man fokussiert.
„Wir haben in der Vergangenheit gelernt, wie schnell sich Dinge im Fußball drehen können. Deswegen schauen wir von Spiel zu Spiel“, so Hoeneß.
Der SC Freiburg, traditionell unangenehm zu bespielen, wird jedoch ein echter Gradmesser. In der vergangenen Saison verlor der VfB beide Partien gegen die Breisgauer – ein Umstand, den die Mannschaft nun unbedingt korrigieren will.
Mit der Rückkehr von Chabot, Silas und Karazor hat Stuttgart nicht nur an Substanz, sondern auch an mentaler Stärke gewonnen. Die Spieler spüren das Vertrauen des Trainers, die Fans träumen bereits vom nächsten Europapokal-Abenteuer – doch die Mannschaft weiß: Der Weg dahin ist noch lang.
Am Samstag geht’s los – und der VfB scheint bereit wie lange nicht.