Hoeneß verteidigt Aussagen zum Jackson-Deal: „Wollte Eberl den Rücken stärken“
München, September 2025 – Uli Hoeneß, Ehrenpräsident des FC Bayern München, hat auf die Welle der Kritik reagiert, die nach seinen jüngsten Äußerungen zum Leihgeschäft mit Nicolas Jackson losgebrochen ist. Der 73-Jährige hatte in einem TV-Interview bemerkenswerte Details zum Deal mit dem senegalesischen Stürmer enthüllt – und damit für Wirbel im Umfeld des Rekordmeisters gesorgt.
„Ich habe nie die Absicht gehabt, Interna preiszugeben, um jemanden bloßzustellen. Ganz im Gegenteil – ich wollte zeigen, welch großartige Arbeit Max Eberl geleistet hat“, erklärte Hoeneß in einem Pressegespräch an der Säbener Straße. „Er hat den Deal in einer schwierigen Verhandlungssituation eingefädelt. Das sollte anerkannt werden.“
Zuvor hatte Hoeneß in der Sportsendung Doppelpass verraten, dass der FC Chelsea ursprünglich eine Kaufoption in Höhe von 60 Millionen Euro forderte, Bayern aber lediglich eine Leihe ohne Verpflichtung durchgesetzt habe – bei vollem Gehalt, aber mit Rückgabeoption im Sommer 2026. Diese Offenheit sorgte für Kopfschütteln – sowohl in München als auch in London.
Insbesondere aus dem Umfeld von Chelsea hieß es, dass solche Vertragsdetails nicht für die Öffentlichkeit bestimmt seien. Auch innerhalb der Bayern-Führung war man nicht uneingeschränkt glücklich über die offenen Worte des Ehrenpräsidenten. Hinter vorgehaltener Hand hieß es, Eberl selbst sei von der Offenlegung „überrascht“ gewesen.
Dennoch scheint der Vorfall die interne Harmonie nicht dauerhaft zu gefährden. Eberl, der sich auf Nachfrage nur knapp äußerte („Ich schätze Uli sehr – und wir haben gesprochen.“), sieht offenbar keinen Grund für öffentliche Konfrontation. Insider berichten, dass Hoeneß und Eberl bereits ein klärendes Gespräch geführt haben.
Nicolas Jackson selbst zeigte sich von der Diskussion unbeeindruckt. In einem Instagram-Post schrieb der 24-Jährige: „Ich bin stolz, für Bayern zu spielen. Der Fokus liegt auf dem Platz – alles andere interessiert mich nicht.“ Der schnelle Angreifer hat sich seit seiner Ankunft bereits gut eingefügt und erzielte in den ersten fünf Pflichtspielen drei Tore.
Auch Trainer Vincent Kompany nahm Stellung: „Ich verstehe, dass Uli Hoeneß eine besondere Rolle im Verein hat. Aber wir müssen darauf achten, dass wir geschlossen auftreten – vor allem, wenn es um sensible Themen wie Transfers geht.“
Obwohl die Debatte um die Kommunikationsweise nicht vollständig abgeklungen ist, bleibt unbestritten, dass der Jackson-Deal sportlich als Coup gilt. Bayern sicherte sich die Dienste eines internationalen Topstürmers – ohne sofort tief in die Tasche greifen zu müssen.
Am Ende bleibt Hoeneß sich selbst treu: direkt, meinungsstark, loyal – manchmal zum Ärger seiner Kollegen, aber stets mit dem Wohl des FC Bayern im Blick.