Torfestival zum Länderspielstart: Stuttgart überrollt Großaspach mit 6:2 – Führich glänzt mit Hattrick
Der VfB Stuttgart hat die Länderspielpause eindrucksvoll eingeläutet: Mit einem deutlichen 6:2-Sieg gegen den Regionalligisten SG Sonnenhof Großaspach unterstrichen die Schwaben am ersten Wochenende der September-Unterbrechung ihre offensive Stärke. Vor allem Chris Führich war in bestechender Form – der Nationalspieler erzielte in der zweiten Halbzeit einen lupenreinen Hattrick und zeigte sich torhungrig wie selten zuvor.
Vor rund 4.500 Zuschauern im Fautenhau legte der Bundesligist gleich von Beginn an ein hohes Tempo vor. Auch wenn Trainer Sebastian Hoeneß auf viele Nationalspieler verzichten musste, war die Mannschaft des VfB in allen Belangen überlegen. Mit Spielern wie Jeong, Undav, Rouault und dem wieder genesenen Enzo Millot schickte Hoeneß dennoch eine schlagkräftige Truppe auf den Platz.
Bereits in der 7. Minute fiel das 1:0 für Stuttgart: Nach einem schnellen Angriff über die rechte Seite legte Jeong auf Millot zurück, der den Ball präzise ins linke untere Eck schob. Großaspach hielt zunächst tapfer dagegen und kam in der 20. Minute sogar überraschend zum Ausgleich – ein satter Distanzschuss von Dennis Chessa schlug unhaltbar für Torwart Florian Schock im Winkel ein.
Doch der Ausgleich wirkte wie ein Weckruf für die Gäste aus der Landeshauptstadt. Nur fünf Minuten später stellte Silas nach einem Solo auf 2:1. Kurz vor der Pause erhöhte Jeong per Kopf nach einer Ecke auf 3:1 (44.).
In der zweiten Hälfte betrat dann Chris Führich endgültig die Bühne. Mit der Einwechslung zur Pause ersetzte er Silas – und brauchte gerade einmal sechs Minuten, um seinen ersten Treffer zu markieren. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld zog Führich mit Tempo in den Strafraum und schloss trocken zum 4:1 ab (51.). Sein zweites Tor fiel nach einem Doppelpass mit Undav (61.), das dritte schließlich per direktem Freistoß aus 22 Metern (70.) – der Ball flog unhaltbar über die Mauer hinweg ins Netz.
Großaspach konnte zwar in der 79. Minute noch auf 2:6 verkürzen, doch das war nur Ergebniskosmetik. Stuttgart dominierte in allen Belangen: 68 % Ballbesitz, 22 Torschüsse, über 600 gespielte Pässe – ein Klassenunterschied war über die volle Distanz spürbar.
Trainer Hoeneß zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: „Das war ein guter Test. Wichtig war, dass wir den Rhythmus hochgehalten haben. Führichs Leistung war heute überragend – er bringt sich in eine sehr gute Verfassung für die kommenden Aufgaben.“
Mit diesem Kantersieg setzt der VfB ein klares Zeichen: Die spielfreie Zeit wird genutzt – und Spieler wie Führich schicken klare Botschaften in Richtung Stammplatz und Nationalmannschaft.