Ablösefrei zu den Königlichen? Real Madrid lockt Upamecano – Bayern droht der nächste Abgang ohne Einnahmen
Die Gerüchteküche an der Säbener Straße brodelt – und diesmal geht es um einen der Stammspieler in der Innenverteidigung. Wie spanische und deutsche Medien übereinstimmend berichten, hat Real Madrid konkretes Interesse an Dayot Upamecano und beobachtet die Vertragssituation des Franzosen sehr genau. Der 26-Jährige steht nur noch bis Sommer 2026 beim FC Bayern unter Vertrag – doch eine Ausstiegsklausel könnte ihn bereits 2025 ablösefrei machen. Ein Horrorszenario für den Rekordmeister.
Laut Informationen der Marca und der Sport Bild befindet sich Real-Sportdirektor Juni Calafat bereits seit Wochen in engem Austausch mit Upamecanos Beraterteam. Madrid sieht im Franzosen eine ideale Langzeitlösung für die Defensive – vor allem als potenziellen Nachfolger von David Alaba, dessen Verletzungsanfälligkeit zugenommen hat. Upamecano sei physisch stark, taktisch gereift und international erfahren – genau das, was Real-Trainer Carlo Ancelotti für seine neu aufgestellte Viererkette sucht.
Das Pikante daran: Der FC Bayern könnte erneut einen Leistungsträger ohne Ablöse verlieren, wenn sich das Szenario von David Alaba oder Niklas Süle wiederholt. Denn obwohl Upamecano ein geschätzter Bestandteil des Kaders ist, stocken die Vertragsgespräche seit Monaten. Eine Verlängerung über 2026 hinaus ist bisher nicht zustande gekommen – und im Klub wächst die Sorge, dass der Spieler die laufende Saison nutzt, um sich für internationale Topklubs zu empfehlen.
Ein interner Bayern-Insider verrät: „Es gab Gespräche mit seinem Management, aber bislang ist keine Einigung in Sicht. Dayot fühlt sich wohl, aber er weiß auch um sein Marktwert-Potenzial.“
Sportvorstand Max Eberl steht damit erneut unter Druck. Nach dem ablösefreien Abgang von Hernández, den unklaren Situationen um Joshua Kimmich und Alphonso Davies, sowie dem anstehenden Vertragsende von Thomas Müller, droht mit Upamecano der nächste Baustein im Mannschaftsgerüst zu kippen.
Upamecano selbst hält sich bedeckt. In einem Interview mit L’Équipe sagte er lediglich: „Ich konzentriere mich auf die Saison mit Bayern. Alles andere entscheidet sich mit der Zeit.“ Eine Aussage, die viele als Türöffner für Gespräche mit anderen Klubs werten.
Real Madrid hingegen scheint bereit zu sein, Geduld zu zeigen. Die Königlichen sind bekannt dafür, ablösefreie Transfers gezielt zu planen – zuletzt erfolgreich bei Alaba und Rüdiger. Ein Wechsel Upamecanos nach Spanien würde diesem Muster perfekt entsprechen.
Für den FC Bayern stellt sich nun die Frage: Verlängern, verkaufen oder verlieren? Sollte es bis zum Frühjahr 2025 keine Einigung geben, wäre ein Sommerverkauf die letzte Chance auf eine Ablöse – andernfalls droht erneut ein schmerzvoller Verlust ohne finanzielle Kompensation.
Klar ist: Dayot Upamecano steht im Schaufenster – und Real Madrid lauert bereits mit offenem Scheckbuch im Schatten der Bernabéu-Tribünen.