Manuel Neuer: Kein Weg zurück – Die Nationalmannschaft bleibt Vergangenheit
München, September 2025 – In einem bewegenden, aber zugleich glasklaren Statement hat Manuel Neuer am Montag endgültig alle Spekulationen über ein mögliches Comeback in der deutschen Nationalmannschaft beendet. Der 39-jährige Torhüter des FC Bayern München machte deutlich: „Meine Zeit im DFB-Trikot ist vorbei – und das bleibt auch so.“
Diese Worte fallen in einer Phase, in der die deutsche Fußballöffentlichkeit nach Orientierung sucht. Die EM 2024 liegt hinter dem DFB-Team, das im Halbfinale unglücklich ausschied – ohne einen echten Führungsspieler im Tor. Nach einer verletzungsbedingten Absenz bei mehreren Turnieren hatte Neuer seinen internationalen Rücktritt bereits Ende 2023 erklärt. Doch immer wieder waren Rufe nach seiner Rückkehr laut geworden, insbesondere nach der unsicheren Leistung der nachrückenden Torhüter.
Doch Neuer bleibt standhaft. „Ich bin stolz auf das, was ich mit der Nationalmannschaft erreicht habe. Ich durfte Weltmeister werden, Kapitän sein, Teil einer goldenen Ära. Es ist an der Zeit, Platz zu machen für die nächste Generation“, sagte er bei einer eigens einberufenen Pressekonferenz an der Säbener Straße. Seine Worte waren nicht nur ein sportliches Statement, sondern auch ein klares Signal an den DFB: Die Zukunft gehört den Jungen.
Neuer hatte sich 2022 bei einem Skiunfall schwer verletzt – ein Wendepunkt in seiner Karriere. Viele zweifelten, ob er überhaupt noch einmal auf höchstem Niveau spielen könne. Doch der gebürtige Gelsenkirchener kämpfte sich zurück. Nicht nur physisch, sondern auch mental. 2024 stand er wieder zwischen den Pfosten des FC Bayern, als hätte es die lange Pause nie gegeben. Seine Leistungen überzeugten – national wie international. Die Frage nach einer Rückkehr zur Nationalmannschaft stand plötzlich wieder im Raum.
Insbesondere nach dem EM-Aus gegen Frankreich, bei dem Torhüter Alexander Nübel patzte, forderten Medien und Fans den Altmeister zurück. Doch Neuer blieb ruhig. Er sprach nie über hypothetische Comebacks. Jetzt schiebt er allen Spekulationen endgültig einen Riegel vor. „Ich habe immer gesagt: Wenn ich gehe, dann bewusst. Nicht halbherzig. Ich bleibe dabei“, so der Routinier.
Sein Entschluss zeugt von Größe. In einer Zeit, in der viele Profis aus Eitelkeit an der Vergangenheit festhalten, setzt Neuer ein Zeichen: Rücktritt bedeutet Rücktritt. Und trotzdem wird sein Einfluss bleiben – als Symbol für Beständigkeit, Disziplin und Weltklasse im Tor.
Der DFB reagierte mit Respekt auf Neuers Entscheidung. Bundestrainer Julian Nagelsmann erklärte: „Wir hätten uns natürlich über jede Unterstützung von Manu gefreut. Aber wir respektieren seinen klaren Entschluss. Er bleibt für uns alle ein Vorbild.“
Manuel Neuer hat ein Kapitel geschlossen. Eines, das mit über 100 Länderspielen, einem WM-Titel 2014 und unzähligen Paraden Fußballgeschichte geschrieben hat. Die Nationalmannschaft muss ohne ihn weitermachen – aber mit dem Wissen, dass ein Großer des Spiels seinen Platz mit Wür
de geräumt hat.