„Jetzt wollen wir alles gewinnen!“ – Bayern feiert Supercup-Sieg gegen Stuttgart, während der VfB Schwächen analysiert
Der Abendhimmel über der Allianz Arena glühte in einem tiefen Rot, als der FC Bayern München am Samstagabend den Supercup mit einem eindrucksvollen 4:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart gewann. Die Zuschauer erhoben sich von ihren Sitzen, als Kapitän Joshua Kimmich den Pokal in die Höhe reckte. Die Botschaft war klar – nach einer turbulenten Saison voller Kritik und personeller Umbrüche meldet sich der Rekordmeister zurück: Laut, entschlossen und hungrig.
„Jetzt wollen wir alles gewinnen!“, rief Thomas Müller ins Mikrofon, das Schweißband noch auf der Stirn, während Konfetti vom Himmel rieselte. Die Münchner präsentierten sich an diesem Abend nicht nur als Titelverteidiger, sondern als ernstzunehmender Anwärter auf nationale und internationale Trophäen.
Das Spiel begann mit einer frühen Druckphase der Bayern. Bereits in der 7. Minute brachte Jamal Musiala den Gastgeber durch einen feinen Schlenzer aus 16 Metern in Führung. Stuttgart hatte Mühe, ins Spiel zu finden. Besonders in der Defensive offenbarte der VfB Lücken, die der FC Bayern eiskalt ausnutzte. In der 24. Minute erhöhte der Neuzugang Xavi Simons nach einem traumhaften Pass von Kimmich auf 2:0.
Stuttgart kam kurz vor der Halbzeitpause durch Enzo Millot zum Anschlusstreffer, was Hoffnung auf eine Wende machte. Doch die zweite Hälfte gehörte wieder klar den Bayern. Serge Gnabry traf in der 58. Minute zum 3:1, ehe Harry Kane mit einem Kopfball in der 73. Minute den Endstand markierte.
Auf der Stuttgarter Bank herrschte nach Abpfiff betretenes Schweigen. Trainer Sebastian Hoeneß trat vor die Mikrofone und gestand ein: „Wir haben heute gesehen, wo wir noch Nachholbedarf haben – vor allem in der Rückwärtsbewegung und beim Zweikampfverhalten.“
Während die Bayern in der Kabine ausgelassen feierten und der Slogan „Alles gewinnen!“ an den Wänden prangte, begann beim VfB bereits die Analyse. Besonders die ungeordneten Abstände zwischen den Ketten und die fehlende Aggressivität in den Zweikämpfen wurden intern thematisiert.
Trotz der Niederlage zeigte sich Stuttgarts Sportdirektor Fabian Wohlgemuth kämpferisch: „Es war ein guter Gradmesser. Jetzt wissen wir, woran wir arbeiten müssen. Die Saison ist lang.“
Bayern hingegen sendete ein deutliches Signal an die Konkurrenz. Mit einer dominanten Vorstellung, taktischer Disziplin und einem erneut überragenden Manuel Neuer im Tor, der in der zweiten Hälfte mehrere Großchancen vereitelte, scheint das Team bereit, die vergangene Saison vergessen zu machen.
Ob es für das große Ziel – das Triple – reicht, bleibt abzuwarten. Doch eins steht nach diesem Abend fest: Die Bayern sind wieder da. Und sie haben noch l
ange nicht genug.