Kaum noch Hoffnung: Woltemade-Transfer zum FC Bayern steht vor dem Aus
München – Was wochenlang als eine der spannendsten Personalien dieses Transfersommers galt, scheint nun kurz vor dem endgültigen Scheitern zu stehen. Der geplante Wechsel von Werder Bremens Offensivtalent Nick Woltemade zum FC Bayern München droht zu platzen – und das nur wenige Tage vor dem Ende der Transferperiode. Wie aus Klubkreisen zu hören ist, herrscht in der Bayern-Führungsetage inzwischen weitgehend Resignation. Nur ein ranghoher Funktionär soll intern weiterhin auf eine überraschende Wende hoffen.
Ein Transfer mit vielen Hürden
Seit Juni war bekannt, dass Bayern München ernsthaft an Nick Woltemade interessiert ist. Der 22-jährige, 1,98 Meter große Offensivallrounder hatte in der vergangenen Saison mit starken Leistungen bei Werder Bremen auf sich aufmerksam gemacht: fünf Tore, sieben Vorlagen, dazu ein auffälliges Pressingverhalten und ein enormes Spielverständnis für seine Größe. Vor allem Trainer Vincent Kompany soll früh von Woltemade überzeugt gewesen sein.
Doch die Verhandlungen gestalteten sich schwierig: Werder forderte angeblich eine Sockelablöse von 15 Millionen Euro plus erfolgsabhängige Boni. Bayern hingegen wollte maximal 10 Millionen Euro zahlen und stattdessen auf eine Weiterverkaufsklausel setzen. Immer wieder wurde der Deal verschoben – mal wegen Vertragsdetails, mal wegen angeblicher Uneinigkeiten über die sportliche Rolle des Spielers.
Das sagt das Umfeld
Ein namentlich nicht genannter Berater aus dem Umfeld des Spielers wird von der Süddeutschen Zeitung zitiert:
„Nick ist bereit für den nächsten Schritt – aber nicht um jeden Preis. Die Unsicherheit bei Bayern, wo er genau eingesetzt wird, hat ihn nachdenklich gemacht.“
Auch aus Bremen heißt es, dass die Geduld am Ende sei. Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz erklärte am Rande eines Testspiels:
„Wir haben Bayern klare Fristen gesetzt. Die sind mehrfach verstrichen. Wir planen jetzt ganz klar mit Nick – Stand heute bleibt er.“
Letzte Hoffnung lebt bei einem Bayern-Funktionär
Während sich sowohl der sportliche Leiter Christoph Freund als auch Trainer Kompany mittlerweile auf Alternativen konzentrieren, soll ausgerechnet Ehrenpräsident Uli Hoeneß in internen Gesprächen dafür plädiert haben, den Deal nicht ganz aufzugeben. „So einen Spielertyp findet man nicht alle Tage“, soll Hoeneß laut tz gesagt haben. Ob sein Einfluss reicht, um das Blatt zu wenden, ist jedoch fraglich.
Woltemade selbst hält sich zurück
Der Spieler selbst gibt sich betont ruhig. Auf Nachfrage von Journalisten nach dem letzten Testspiel meinte er nur:
„Ich bin Spieler von Werder Bremen. Alles andere liegt nicht in meiner Hand.“
Fazit:
Ein Wechsel, der schon als sicher galt, scheint sich in letzter Minute in Luft aufzulösen. Was bleibt, ist Frust bei Bayern, Ernüchterung bei den Fans – und eine möglicherweise große Chance für Werder Bremen, einen gereiften Spieler zu behalten. Sollte nicht doch noch ein Wunder geschehen, endet diese Transfersaga wohl ohne Happy End.