Fast alle Hoffnung verloren: Woltemade-Transfer zum FC Bayern steht vor dem Scheitern – nur ein Münchner Verantwortlicher glaubt noch an den Deal
Die Transferperiode neigt sich dem Ende zu, und beim FC Bayern München herrscht gespannte Unruhe. Der lang diskutierte Wechsel von Nick Woltemade von Werder Bremen zum deutschen Rekordmeister droht endgültig zu platzen. Trotz intensiver Verhandlungen, taktischer Gespräche und medialer Spekulationen scheint der Transfer an mehreren Fronten zu scheitern. Nur ein Verantwortlicher im Münchner Klub hält weiterhin unbeirrt an der Hoffnung fest: Chefscout Marco Neppe.
Woltemade, der 2,00 Meter große Offensivspieler, hatte in der vergangenen Saison mit starken Leistungen bei Werder Bremen für Aufsehen gesorgt. Sein körperlicher Spielstil gepaart mit technischer Finesse machten ihn zu einem Wunschspieler vieler europäischer Topklubs. Auch Thomas Tuchel zeigte sich Berichten zufolge begeistert von der Möglichkeit, mit einem so vielseitigen Spieler zu arbeiten. “Er bringt genau das Profil mit, das uns im offensiven Zentrum fehlt”, soll Tuchel intern gesagt haben.
Doch die Realität sieht düster aus. Die Verhandlungen zwischen den beiden Klubs stocken seit Tagen. Werder fordert eine Ablösesumme von rund 15 Millionen Euro – eine Summe, die den Bayern-Verantwortlichen angesichts Woltemades Vertragssituation und seines noch nicht vollständig konstanten Leistungsniveaus als zu hoch erscheint. Zudem sei Woltemade nicht bereit gewesen, auf Gehalt zu verzichten, um den Wechsel zu erleichtern. Das Verhältnis zwischen dem Spielerberater und der Münchner Führung soll sich ebenfalls verschlechtert haben.
“Es sieht nicht gut aus”, heißt es aus Vereinskreisen. “Die Uhr tickt, und wir kommen keinen Schritt weiter.” Hasan Salihamidžić, der weiterhin als sportlicher Berater im Hintergrund aktiv ist, habe sich laut Insidern bereits aus den Gesprächen zurückgezogen. Auch Vorstandschef Jan-Christian Dreesen konzentriere sich inzwischen auf alternative Optionen.
Und doch gibt es einen Hoffnungsschimmer. Marco Neppe, der Mann, der in der Vergangenheit Transfers wie Alphonso Davies oder Jamal Musiala frühzeitig erkannt und eingefädelt hat, gibt den Deal nicht auf. In einem internen Meeting am Montag soll er leidenschaftlich für Woltemade plädiert haben. „Wenn wir den jetzt nicht holen, holen ihn die Engländer – und dann zahlen wir in zwei Jahren das Dreifache“, soll er gewarnt haben.
Ob Neppe mit seiner Beharrlichkeit Erfolg haben wird, bleibt offen. Noch ist das Transferfenster ein paar Tage geöffnet. Viel Zeit bleibt nicht, aber in München hat man schon oft erlebt, dass Deals im letzten Moment über die Bühne gehen. Vielleicht wird auch dieser Transfer – gegen alle Erwartungen – doch noch Realität.
Für den Moment aber sieht es so aus, als wäre ein weiterer junger, deutscher Hoffnungsträger kurz davor, dem FC Bayern durch die Lappen zu gehen. Und mit ihm eine mögliche Antwort auf die Kaderprobleme, die in der neuen Saison bereits deutlich sic
htbar wurden.