Leipzig erhöht Druck im Rennen um Nkunku-Rückkehr – Bayern zeigt Interesse, Dortmund winkt ab
Leipzig – Der Transfermarkt bleibt in Bewegung, und ein alter Bekannter steht im Fokus gleich mehrerer deutscher Topklubs: Christopher Nkunku. Der 27-jährige Offensivspieler, aktuell beim FC Chelsea unter Vertrag, könnte vor einer spektakulären Rückkehr in die Bundesliga stehen. Während RB Leipzig alles daran setzt, seinen einstigen Star zurückzuholen, bekundet auch der FC Bayern München konkretes Interesse. Borussia Dortmund hingegen hat sich nach internen Kalkulationen aus dem Rennen verabschiedet – zu hoch sei das finanzielle Risiko.
Leipzig will den verlorenen Sohn zurück
Nkunku war zwischen 2019 und 2023 einer der prägendsten Spieler bei RB Leipzig. Mit 70 Torbeteiligungen in 96 Bundesliga-Partien katapultierte er sich nicht nur in die Herzen der Fans, sondern auch in die Notizbücher europäischer Topklubs. Der Wechsel zu Chelsea für rund 60 Millionen Euro sollte der nächste große Schritt sein – doch Verletzungspech und eine insgesamt enttäuschende Saison der „Blues“ verhinderten den erhofften Durchbruch auf der Insel.
Nun wittert Leipzig die Chance zur Rückholaktion. Laut übereinstimmenden Medienberichten sollen die Sachsen bereits konkrete Gespräche mit dem Spielerumfeld führen. Sportdirektor Rouven Schröder wird zitiert: „Christopher kennt unseren Klub, unsere Spielweise – er war hier glücklich. Natürlich prüfen wir Möglichkeiten, ihn zurückzuholen.“
Bayern beobachtet, bleibt aber taktisch
Auch der FC Bayern München beobachtet die Situation aufmerksam. Trainer Thomas Tuchel ist ein bekennender Fan von Nkunkus Flexibilität und Technik. Besonders nach dem durchwachsenen Start in die Saison 2025/26 will man in München offensiv nachrüsten. Allerdings zögern die Bayern, sofort in Verhandlungen einzusteigen. Der Grund: Chelsea soll eine Ablöse von mindestens 50 Millionen Euro fordern – eine Summe, die man aktuell als „nicht zwingend notwendig“ bewertet.
Ein Insider aus dem Klubumfeld verrät: „Nkunku wäre sportlich eine Bereicherung. Aber wir wollen zuerst abwarten, wie sich Luis Díaz und Michael Olise entwickeln, bevor wir große Investitionen tätigen.“
Dortmund zieht die Reißleine
Für Borussia Dortmund hingegen ist das Thema bereits beendet. Zwar hatte man sich intern mit einem möglichen Transfer beschäftigt, doch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sprengen den Dortmunder Kaderplan. Nach dem ablösefreien Abgang von Jadon Sancho und dem geplatzten Verkauf von Donyell Malen fehlen dem BVB derzeit liquide Mittel für Transfers in dieser Größenordnung.
Sportdirektor Sebastian Kehl stellte klar: „Nkunku ist ein herausragender Spieler, aber für uns aktuell nicht finanzierbar – und wir investieren nur dort, wo es absolut passt.“
Fazit: Leipzig am Zug, Bayern in Lauerstellung
Der Poker um Christopher Nkunku ist eröffnet – und derzeit hat RB Leipzig die besten Karten. Die emotionale Komponente, verbunden mit einer klaren sportlichen Rolle, könnte den Franzosen zur Rückkehr bewegen. Ob der FC Bayern noch ernsthaft einsteigt oder Chelsea gar auf einen Verkauf besteht, bleibt offen. Eines ist klar: Die Bundesliga hätte mit Nkunku wieder einen Ausnahmespieler zurück – und das Rennen ist noch lange nicht entschieden.