„Intensive 48 Stunden mit Höhen und Tiefen“ – Jackson und Eberl sprechen über Transfer-Drama vor Bayern-Wechsel
München – Es war kein gewöhnlicher Transfer. Bei der offiziellen Vorstellung von Nicolas Jackson als neuer Spieler des FC Bayern München gaben sowohl der senegalesische Stürmer als auch Sportvorstand Max Eberl ungewöhnlich offene Einblicke in die dramatischen Stunden vor dem endgültigen Wechsel des 23-jährigen Chelsea-Leihspielers.
„Die letzten 48 Stunden vor der Einigung waren ein Wechselbad der Gefühle – ehrlich gesagt, ich habe kaum geschlafen“, sagte Jackson mit einem angedeuteten Lächeln, aber sichtbar erschöpft von der nervenaufreibenden Zeit.
Der FC Bayern hatte sich intensiv um die Verpflichtung des talentierten Offensivspielers bemüht, nachdem interne Diskussionen über die Breite und Flexibilität des Kaders eine kurzfristige Nachjustierung notwendig gemacht hatten. Jackson, der bei Chelsea nicht regelmäßig zum Zug kam, war für beide Seiten eine logische, aber keineswegs einfache Lösung.
Verhandlungen auf Messers Schneide
Max Eberl, seit Monaten unter Druck, dem Rekordmeister neuen Glanz zu verleihen, sprach offen über die Komplexität des Deals: „Ich habe in meiner Karriere schon viele Transfers begleitet, aber das hier war einer der härtesten. Es ging auf und ab – mal dachten wir, es ist durch, eine Stunde später wieder alles vom Tisch.“
Grund für die Turbulenzen waren nicht nur vertragliche Details, sondern auch sportpolitische Spannungen. Chelsea wollte Jackson ursprünglich nur verkaufen – ein Leihgeschäft mit Kaufoption stand nicht zur Debatte. Erst als sich Jackson selbst vehement für den Wechsel aussprach und sogar Teile seines Gehalts neu verhandelte, kam wieder Bewegung in die Sache.
„Ich habe gespürt, dass ich hier eine echte Chance habe“, erklärte Jackson. „Die Gespräche mit dem Trainerteam und mit Max Eberl waren ehrlich, direkt und emotional. Ich wollte unbedingt kommen. Ich wollte kämpfen – nicht nur auf dem Platz, sondern auch für meinen Wechsel.“
Bayern plant mit Jackson als Schlüsselspieler
Der FC Bayern sieht in Jackson mehr als nur eine kurzfristige Ergänzung. Seine Schnelligkeit, seine Zielstrebigkeit und sein gutes Kombinationsspiel sollen dem offensiven Mittelfeld und der Sturmspitze neue Impulse verleihen. Trainer Vincent Kompany, der Jackson bereits aus der Premier League kennt, war laut Eberl einer der größten Befürworter des Deals.
„Vincent hat ganz klar gesagt: ‚Holt mir diesen Spieler. Er passt in unser System, in unsere Philosophie, und er brennt.‘ Und genau das hat den Ausschlag gegeben“, sagte Eberl.
Ein Neuanfang mit viel Druck
Für Jackson beginnt in München ein neuer Abschnitt – unter großem Erwartungsdruck, aber auch mit viel Rückenwind. Die Fans reagierten in den sozialen Medien überwiegend positiv auf den Deal. Einige verglichen seine Ankunft sogar mit früheren „Last-Minute-Helden“ wie Claudio Pizarro oder Ivica Olić.
„Ich weiß, was dieser Klub bedeutet, und ich werde alles geben“, sagte Jackson zum Abschluss der Pressekonferenz. „Die letzten zwei Tage waren verrückt – aber ich bin endlich da, wo ich sein will.“