Heldenhafter Kraftakt in Unterzahl: Neun Leverkusener bezwingen Eintracht Frankfurt und feiern ersten Saisonsieg
Was für ein denkwürdiger Fußballabend in der BayArena! Bayer 04 Leverkusen hat am 5. Spieltag der Bundesliga-Saison 2025/26 ein echtes Ausrufezeichen gesetzt: Trotz zweier Platzverweise und nur neun verbliebener Feldspieler siegte die Werkself mit 3:1 gegen Eintracht Frankfurt – und fügte den Hessen damit die erste Niederlage der laufenden Saison zu.
Schon vor Anpfiff stand Bayer unter Druck. Nach einem schwachen Saisonstart mit nur zwei Unentschieden und zwei Niederlagen war das Team von Trainer Xabi Alonso zum Siegen verdammt. Die Fans forderten Kampf, Leidenschaft und endlich drei Punkte – und sie sollten mehr bekommen, als sie erwartet hatten.
Leverkusen begann mutig, aggressiv und mit klarem Offensivdrang. Bereits in der 12. Minute brachte Florian Wirtz die Hausherren mit einem traumhaften Schlenzer aus 20 Metern in Führung. Die frühe Führung gab der Mannschaft Rückenwind, Frankfurt hingegen wirkte überrascht von der Intensität der Leverkusener.
Kurz vor der Halbzeit erhöhte Neuzugang Aleix García per Kopf nach einer Ecke auf 2:0 (42.). Frankfurt kam nach der Pause mit mehr Druck aus der Kabine – und wurde schnell belohnt: In der 49. Minute verkürzte Rafael Borré nach einem Abwehrfehler auf 2:1.
Dann nahm das Spiel eine dramatische Wendung. In der 58. Minute sah Jeremie Frimpong nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte. Nur acht Minuten später musste auch Robert Andrich nach einem taktischen Foul mit Gelb-Rot vom Platz. Leverkusen war nun in doppelter Unterzahl – bei noch fast 30 Minuten auf der Uhr.
Doch anstatt einzubrechen, kämpfte sich die Werkself in einen wahren Rausch. Mit unglaublichem Einsatz, taktischer Disziplin und einem überragenden Lukas Hradecky im Tor hielt Leverkusen dem Frankfurter Druck stand. In der 83. Minute dann die Entscheidung: Nach einem Konter über Grimaldo und Hložek schob der eingewechselte Nathan Tella eiskalt zum 3:1 ein – die BayArena explodierte.
Die letzten Minuten waren eine emotionale Achterbahnfahrt. Frankfurt rannte an, doch fand kein Durchkommen mehr. Als Schiedsrichter Sven Jablonski nach sechs Minuten Nachspielzeit abpfiff, kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Spieler, Trainer, Fans – alle lagen sich in den Armen.
Mit diesem historischen Sieg sendet Bayer 04 Leverkusen ein starkes Signal an die Liga: Diese Mannschaft lebt, brennt – und ist trotz Rückschlägen brandgefährlich. Frankfurt hingegen muss nach der ersten Pleite der Saison seine Ambitionen neu ordnen.