Matanović’ später Doppelpack beschert Freiburg den Derbysieg – 3:1 gegen Stuttgart
Es war das Derby, das alle Erwartungen erfüllte – mit Spannung, Tempo und einem späten Helden: Der SC Freiburg bezwang den VfB Stuttgart mit 3:1, vor allem dank Joker Petar Matanović, der in der Schlussphase mit einem Doppelpack zum gefeierten Matchwinner avancierte.
Die Partie begann vor ausverkauftem Haus im Europa-Park Stadion mit hohem Tempo. Beide Teams zeigten früh, dass sie den Prestigeduell nicht auf die leichte Schulter nahmen. Der VfB erwischte jedoch den besseren Start: In der 14. Minute nutzte Serhou Guirassy einen Stellungsfehler in der Freiburger Defensive und schob nach Vorlage von Führich eiskalt zum 0:1 ein.
Freiburg schüttelte sich kurz – dann übernahm das Team von Christian Streich zunehmend die Kontrolle. In der 31. Minute war es Ritsu Doan, der nach einem sehenswerten Solo von der rechten Seite ins Zentrum zog und mit einem Flachschuss zum 1:1-Ausgleich traf. Danach entwickelte sich ein intensives, aber zunehmend zerfahrenes Spiel, in dem beide Seiten große Chancen liegen ließen.
Nach dem Seitenwechsel flachte die Partie zunächst ab, doch die Einwechslung von Petar Matanović in der 72. Minute sollte alles verändern. Der 20-jährige Sommerneuzugang von Eintracht Frankfurt wurde unter der Woche noch als “Perspektivspieler” betitelt – an diesem Abend zeigte er, dass er bereits jetzt den Unterschied machen kann.
Zuerst profitierte Matanović in der 81. Minute von einem Abwehrfehler der Stuttgarter: Nach einem langen Ball setzte er sich im Strafraum robust gegen Zagadou durch und schloss eiskalt ins kurze Eck ab – 2:1 für Freiburg, das Stadion tobte.
Stuttgart warf in den letzten Minuten alles nach vorne – doch die Räume, die sich dadurch öffneten, wusste Matanović erneut zu nutzen. In der 89. Minute leitete Doan einen Konter ein, spielte quer auf den mitgelaufenen Matanović, der mit seinem zweiten Treffer den Deckel auf die Partie setzte – 3:1, Derbysieg, Ekstase im Breisgau.
„Das ist ein unbeschreibliches Gefühl“, sagte Matanović nach dem Spiel. „Zwei Tore im Derby zu machen – besser hätte mein Einstand hier kaum laufen können. Ich bin einfach nur dankbar.“
Auch Trainer Christian Streich fand lobende Worte: „Petar hat heute gezeigt, warum wir ihn geholt haben. Er ist jung, hungrig und hat das Spiel im richtigen Moment an sich gerissen.“
Auf der anderen Seite herrschte bei den Stuttgartern Ernüchterung. Trainer Sebastian Hoeneß zeigte sich enttäuscht: „Wir haben in der zweiten Halbzeit den Zugriff verloren und individuelle Fehler gemacht. Das wird in so einem Spiel sofort bestraft.“
Für Freiburg bedeutet der Sieg nicht nur drei Punkte, sondern auch eine klare Ansage an den baden-württembergischen Rivalen. Die Fans feierten ihr Team noch lange nach Abpfiff – vor allem ihren neuen Helden: Petar Matanović.