Werder Bremen erwartet Millionenbeteiligung an Woltemade-Transfer – Ausbildungsentschädigung sorgt für Geldsegen
Während Nick Woltemade beim VfB Stuttgart derzeit sportlich für Furore sorgt und sogar das Interesse internationaler Topklubs auf sich zieht, darf sich ein Verein im Hintergrund bereits jetzt über klingelnde Kassen freuen: Werder Bremen, der Ausbildungsverein des 23-jährigen Nationalspielers, rechnet mit einer signifikanten Summe, sollte es zu einem großen Transfer kommen – dank einer clever verhandelten Ausbildungsbeteiligung.
Woltemade hatte die Nachwuchsabteilung der Hanseaten fast ein Jahrzehnt lang durchlaufen, bevor er im Sommer 2024 ablösefrei nach Stuttgart wechselte. Ein Transfer, der sportlich zwar ein Verlust war, sich wirtschaftlich aber jetzt als langfristig lohnend herausstellt.
„Nick ist ein Junge aus unserer Akademie, den wir über Jahre aufgebaut und gefördert haben. Es war klar, dass wir uns bei einem möglichen Weiterverkauf absichern“, erklärte ein Mitglied der Bremer Geschäftsführung am Rande des Heimspiels gegen Mainz. Zwar wollte man keine exakten Zahlen bestätigen, doch laut Medienberichten liegt Werders Beteiligung bei 10 bis 15 Prozent eines zukünftigen Erlöses.
Mit dem aktuellen Marktwert Woltemades – Schätzungen zufolge zwischen 25 und 35 Millionen Euro – könnte das für Bremen eine satte Einnahme von mehreren Millionen Euro bedeuten, falls Stuttgart dem Druck aus München, Leverkusen oder gar aus dem Ausland nachgeben sollte.
Stuttgarts Sportdirektor Fabian Wohlgemuth hatte zuletzt betont, man plane langfristig mit Woltemade. Doch hinter den Kulissen weiß man: Sollte ein Angebot jenseits der 30-Millionen-Marke eintreffen, könnte es schwer werden, Nein zu sagen – auch aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Für Werder Bremen wären solche Einnahmen ein echter Segen. Der Klub, der sich aktuell im Tabellenmittelfeld der Bundesliga bewegt, arbeitet weiterhin mit einem vergleichsweise engen Budgetrahmen. Zusatzeinnahmen wie diese könnten gezielt in Infrastruktur, Nachwuchsarbeit oder Verstärkungen für den Kader fließen.
„Natürlich beobachten wir Nicks Entwicklung sehr genau – nicht nur aus sportlichem Interesse“, sagte Clemens Fritz, Leiter Scouting und Profifußball bei Werder. „Er ist ein Paradebeispiel für unsere Ausbildungsphilosophie. Wenn er jetzt den nächsten Schritt macht, profitieren wir auch davon. So funktioniert moderne Kaderplanung.“
Woltemade selbst äußerte sich zuletzt nur indirekt zu möglichen Wechselgerüchten, betonte aber, dass er sich beim VfB sehr wohlfühle. In einem Interview mit dem „Kicker“ sagte er: „Ich bin Stuttgart dankbar für das Vertrauen – aber ich habe große Ziele. Wo mich mein Weg hinführt, wird man sehen.“
Fest steht: Wo auch immer Woltemade in Zukunft aufläuft – in Bremen wird man genau hinschauen. Und wenn der Deal zustande kommt, dürfte an der Weser nicht nur sportlich, sondern auch finanziell gefeiert werden.