Blitz, Pyro und Last-Minute-Wahnsinn: Wolfsburg und Köln liefern sich episches 3:3 im Bundesliga-Krimi
Am Samstagnachmittag bebte die Volkswagen Arena in Wolfsburg, als der VfL Wolfsburg und der 1. FC Köln in einem packenden Bundesligaduell aufeinandertrafen. Das Spiel endete in einem spektakulären 3:3-Unentschieden, das nicht nur Tore, sondern auch donnernde Gewitter, bengalische Feuer und dramatische Wendungen bis zur letzten Minute bot. Beide Mannschaften bleiben damit nach drei Spieltagen ungeschlagen – doch dieser Punkt fühlte sich für beide Seiten wie ein kleines Drama an.
Schon vor Anpfiff lag eine elektrisierende Spannung in der Luft – buchstäblich. Schwarze Gewitterwolken zogen über das Stadion, und als die ersten Blitze den Himmel durchzuckten, schien es, als würde sich das Wetter dem nahenden Fußballgewitter anpassen. Pyrotechnik auf den Rängen der Kölner Fans sorgte für eine hitzige Atmosphäre, noch bevor der Ball rollte.
Wolfsburg erwischte den besseren Start. Bereits in der 7. Minute erzielte Jonas Wind nach einem schnell vorgetragenen Angriff das 1:0 für die Wölfe. Köln ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und kam nur zehn Minuten später durch Davie Selke per Kopf zum Ausgleich. Der Regen peitschte nun über das Feld, als wäre auch der Himmel im Fußballfieber.
Kurz vor der Halbzeit legte Wolfsburg erneut vor – diesmal war es Lovro Majer, der nach einem katastrophalen Fehlpass im Kölner Mittelfeld alleine vor Marvin Schwäbe auftauchte und eiskalt verwandelte. Mit dem 2:1 ging es in die Pause, begleitet vom Donner eines nahen Gewitters.
Die zweite Hälfte begann furios. Kölns Trainer hatte offenbar die richtigen Worte gefunden, denn seine Mannschaft kam mit viel Wucht zurück. In der 52. Minute war es Florian Kainz, der mit einem Distanzschuss den erneuten Ausgleich markierte. Das Spiel wurde immer offener – ein offener Schlagabtausch, bei dem jede Aktion gefährlich war.
Als dann Wolfsburg in der 77. Minute durch einen Elfmeter von Maxence Lacroix erneut in Führung ging, schien das Spiel entschieden. Doch Köln gab nicht auf. In der vierten Minute der Nachspielzeit, als viele Fans schon auf dem Sprung waren, erzielte der eingewechselte Steffen Tigges das dramatische 3:3 – ein Last-Minute-Treffer, der das Stadion in ein Tollhaus verwandelte.
Nach dem Schlusspfiff lagen sich Spieler erschöpft in den Armen. „So ein Spiel vergisst man nicht so schnell“, sagte Kölns Kapitän Jonas Hector nach dem Spiel. Auch Wolfsburgs Trainer zeigte sich trotz des späten Ausgleichs zufrieden: „Das war Werbung für den Fußball.“
Mit diesem intensiven Remis bleiben beide Mannschaften weiterhin ohne Niederlage. Doch mehr als das: Sie haben ein Spiel abgeliefert, das in Erinnerung bleiben wird – als eines der verrücktesten und emotionalsten der noch jungen Bun
desliga-Saison.