Deadline Day: Bayern buhlt um Englands Star Raheem Sterling
Am letzten Tag des Transferfensters kam es beim FC Bayern München erneut zu hektischen Stunden. Wie aus Vereinskreisen durchsickerte, versuchten die Verantwortlichen des deutschen Rekordmeisters, Englands Nationalspieler Raheem Sterling von Chelsea loszueisen. Der 30-jährige Offensivstar stand im Fokus der Münchner, die ihre Angriffsreihe nach einem turbulenten Sommer unbedingt noch einmal verstärken wollten.
Eberl und Freund in Aktion
Sportvorstand Max Eberl und Sportdirektor Christoph Freund führten dem Vernehmen nach intensive Gespräche mit Chelseas Management. Sterling, der in der Premier League seit Jahren zu den bekanntesten Gesichtern zählt, galt als Wunschspieler, der sofort auf höchstem Niveau einsatzbereit gewesen wäre. Vor allem Trainer Vincent Kompany, der Sterling noch aus gemeinsamen Manchester-City-Zeiten kennt, soll intern auf eine Verpflichtung gedrängt haben.
Sterling brachte es in seiner Karriere bereits auf über 500 Pflichtspiele, darunter fast 100 Einsätze für die englische Nationalmannschaft. Mit seiner Erfahrung, seiner Geschwindigkeit und seinem Torriecher hätte er den Bayern sofort eine neue Dimension verliehen. Besonders auf den Flügeln suchte man in München nach mehr Tiefe, da Serge Gnabry nach seiner langen Verletzungspause erst langsam wieder in Form kommt und Leroy Sané zuletzt immer wieder von muskulären Problemen ausgebremst wurde.
Schwierige Verhandlungen
Doch die Verhandlungen mit Chelsea erwiesen sich als äußerst kompliziert. Der Klub aus London, der selbst nach Verstärkungen suchte und Sterling weiterhin als wichtigen Bestandteil seiner Mannschaft ansieht, zeigte sich wenig verhandlungsbereit. Insbesondere die finanziellen Rahmenbedingungen stellten ein Hindernis dar.
Sterling, dessen Vertrag bei Chelsea noch bis 2027 läuft, gehört zu den Topverdienern im Kader. Bayern hätte nicht nur eine stattliche Ablösesumme zahlen müssen, sondern auch ein Gehalt stemmen, das deutlich über der internen Gehaltsstruktur liegt. Laut Insidern waren die Münchner zwar bereit, ein attraktives Angebot vorzulegen, doch Chelsea blockte bis zum Schluss.
Das große „Was wäre wenn?“
Für die Fans bleibt die Frage, wie sehr Sterling den Bayern in dieser Saison hätte helfen können. Gerade im Hinblick auf die hohen Erwartungen in Bundesliga und Champions League wäre der englische Flügelspieler eine spektakuläre Verstärkung gewesen. Seine Vielseitigkeit, sowohl auf der linken als auch auf der rechten Seite, hätte Kompany zusätzliche taktische Optionen eröffnet.
Zudem hätte eine Verpflichtung von Sterling auch Signalwirkung gehabt. Nach dem Abgang von Alphonso Davies, der im Sommer zu Real Madrid wechselte, und den anhaltenden Spekulationen um Joshua Kimmich, wollten die Bayern ein Ausrufezeichen auf dem internationalen Markt setzen.
Fazit
Am Ende platzte der Deal, doch der Versuch zeigt deutlich, dass Bayern München weiter bereit ist, große Namen nach Deutschland zu holen. Der Transfer von Raheem Sterling hätte nicht nur sportlich, sondern auch marketingtechnisch für enormes Aufsehen gesorgt. Nun müssen die Bayern mit dem vorhandenen Kader in die Saison gehen – wohl wissend, dass das Kapitel Sterling vielleicht nur verschoben, aber noch nicht endgültig beendet sein könnt