RB Leipzig plant langfristige Bindung von David Raum – Ausstiegsklausel sorgt für Bewegung hinter den Kulissen
RB Leipzig steht offenbar kurz vor wichtigen Personalentscheidungen – im Mittelpunkt: Nationalspieler David Raum. Der 27-jährige Linksverteidiger, der seit seinem Wechsel von der TSG Hoffenheim im Sommer 2022 für die Sachsen aufläuft, hat sich in der Mannschaft von Marco Rose längst als feste Größe etabliert. Nun will der Verein Nägel mit Köpfen machen und den Vertrag mit dem laufstarken Außenverteidiger vorzeitig verlängern.
Wie Marcel Schäfer, der neue Sportdirektor der Roten Bullen, gegenüber Medien bestätigte, befinden sich beide Seiten in Gesprächen. „David ist ein zentraler Bestandteil unserer sportlichen Planung. Wir möchten ihn langfristig an den Klub binden“, erklärte Schäfer am Rande eines Medientermins.
Doch der eigentliche Grund für das beschleunigte Interesse Leipzigs liegt tiefer – und hat mit Zahlen zu tun, die für Unruhe in der Chefetage sorgen. Laut einem Bericht der Sport Bild enthält Raums aktueller Vertrag eine Ausstiegsklausel, die im kommenden Sommer 2026 drastisch sinken soll. Während sie derzeit noch auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag taxiert wird (vermutlich um die 40 Millionen Euro), könnte sie sich nach Saisonende 2025 auf etwa 25 Millionen Euro reduzieren – eine Summe, die selbst für finanzkräftige Vereine aus dem In- und Ausland plötzlich attraktiv wird.
Faktisch-fiktional betrachtet ist dieser potenzielle Preisverfall ein gefundenes Fressen für Scouts und Sportdirektoren Europas. Besonders die Premier League – namentlich Vereine wie West Ham United, Aston Villa oder auch der FC Arsenal – sollen bereits lose ihr Interesse bekundet haben. Ein erfahrener Nationalspieler mit internationaler Erfahrung und offensivem Drang für unter 30 Millionen Euro? In einem immer weiter inflationierenden Markt ist das ein Schnäppchen.
Leipzig jedoch will verhindern, dass Raum im nächsten Jahr zur Wechselware wird. Intern soll es Überlegungen geben, die bestehende Ausstiegsklausel durch eine neue, deutlich höhere zu ersetzen – oder sie komplett zu streichen. Möglich wäre dies nur im Rahmen einer Vertragsverlängerung, idealerweise bis 2028 oder gar 2029. Erste Gespräche verlaufen laut Vereinskreisen „positiv“, konkrete Durchbrüche wurden aber noch nicht vermeldet.
Auch Raum selbst hält sich bedeckt. „Ich konzentriere mich auf die Saison, alles andere klären mein Berater und der Verein“, ließ er auf Nachfrage verlauten. Doch sein Umfeld bestätigt: Der gebürtige Nürnberger fühlt sich in Leipzig wohl, schätzt das hohe sportliche Niveau, das Umfeld – und vor allem die Champions-League-Perspektive.
Fazit: Die nächsten Wochen könnten entscheidend sein. Für Leipzig steht viel auf dem Spiel – denn ein Spieler wie David Raum ist auf dem europäischen Markt heiß begehrt. Eine kluge Vertragsstrategie könnte über Millionen entscheiden. Und möglicherweise auch über die sportliche Zukunft des Vereins.