Christian Eriksen entscheidet sich überraschend für den VfL Wolfsburg – Leverkusen und Stuttgart gehen leer aus
In einer der spektakulärsten Wendungen der diesjährigen Bundesliga-Wechselperiode hat sich der dänische Mittelfeldstar Christian Eriksen für einen Wechsel zum VfL Wolfsburg entschieden. Wie Sport Bild berichtet, lehnte der 33-jährige Spielmacher Angebote von mehreren Topklubs ab – darunter Bayer 04 Leverkusen, VfB Stuttgart sowie zwei Premier-League-Vereine –, um beim ambitionierten Team aus Niedersachsen anzuheuern.
Eriksen, der zuletzt bei Manchester United unter Vertrag stand und seit dem Sommer vereinslos war, galt als einer der interessantesten verfügbaren Spieler auf dem europäischen Markt. Seine Entscheidung, sich ausgerechnet für den VfL Wolfsburg zu entscheiden, kam für viele Experten überraschend – insbesondere vor dem Hintergrund, dass sowohl Leverkusen als auch Stuttgart aktuell sportlich besser dastehen und internationale Wettbewerbe spielen.
Doch offenbar war es nicht nur das Sportliche, das den dänischen Regisseur überzeugt hat.
„Ich hatte viele Optionen auf dem Tisch, darunter wirklich große Namen. Aber die Gespräche mit Niko Kovač und der sportlichen Leitung in Wolfsburg waren einfach überzeugend. Sie haben mir einen klaren Plan aufgezeigt – mit mir als zentralem Teil des Projekts. Das hat den Ausschlag gegeben“, sagte Eriksen laut dem Bericht.
Der VfL Wolfsburg, der in der vergangenen Saison nur knapp die internationalen Plätze verpasste, möchte mit dem Transfer ein klares Zeichen setzen. Eriksen soll nicht nur auf dem Platz die Zügel in die Hand nehmen, sondern auch als Führungspersönlichkeit eine junge Mannschaft stabilisieren.
Kovač schwärmt vom Neuzugang:
„Christian bringt nicht nur enorme Erfahrung mit, sondern auch eine Spielintelligenz, wie sie nur wenige haben. Mit ihm gewinnen wir an Kreativität, Ruhe und Klasse – genau das, was uns in der letzten Saison in den entscheidenden Momenten gefehlt hat.“
Leverkusen soll besonders hartnäckig um Eriksen geworben haben. Sogar Xabi Alonso persönlich soll sich in einem Zoom-Gespräch mit dem Dänen um eine Verpflichtung bemüht haben. Auch in Stuttgart hatte man große Hoffnungen, nach dem Abgang von Enzo Millot eine Lücke im Mittelfeld mit einem erfahrenen Topspieler zu schließen. Doch beide Vereine müssen sich nun anderweitig umsehen.
Der Vertrag in Wolfsburg läuft laut Medienberichten zunächst über ein Jahr mit der Option auf ein weiteres. Eriksen soll eine zentrale Rolle in Kovač’ neuem 4-2-3-1-System einnehmen – als klassischer Spielmacher hinter der Spitze.
Die Bundesliga darf sich damit auf einen der elegantesten Techniker der letzten Dekade freuen – und der VfL Wolfsburg hofft, dass mit Eriksen der nächste Schritt Richtung europäischer Wettbewerb gelingt.