FC Bayern hat erneut ein Auge auf Stuttgarts Marketing-Mastermind geworfen: Kasper im Fokus der Münchner
München/Stuttgart – Wie das Fachmagazin Kicker berichtet, plant der FC Bayern München offenbar den nächsten gezielten Griff in die Führungsetage eines Bundesliga-Konkurrenten. Im Visier der Münchner: Sven Kasper, aktuell Direktor Marketing und Vertrieb beim VfB Stuttgart – und einer der kreativen Köpfe hinter der wirtschaftlichen und markentechnischen Renaissance des schwäbischen Traditionsklubs.
Kasper, seit 2021 beim VfB im Amt, hat sich innerhalb kürzester Zeit den Ruf eines modernen Marketingstrategen erarbeitet. Mit innovativen digitalen Fan-Kampagnen, neuen Partnerdeals in der Automobil- und Techbranche sowie einer konsequenten Markenpositionierung als „jung, wild und glaubwürdig“ hat er maßgeblich dazu beigetragen, dass Stuttgart wirtschaftlich deutlich stabiler dasteht als noch vor wenigen Jahren.
Genau solche Profile sucht der FC Bayern derzeit offenbar verstärkt – besonders seit dem Umbau in der Führungsstruktur nach dem Abschied von langjährigen Akteuren wie Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß (der sich zwar nie ganz zurückzog, aber formal nicht mehr operativ tätig ist) und Oliver Kahn.
Aus Stuttgart zum Branchenprimus?
Dass Bayern gerne in Stuttgart wildert, ist kein neues Phänomen. Schon in der Vergangenheit holte man unter anderem Hasan Salihamidžić aus dem erweiterten VfB-Umfeld und soll laut Insiderkreisen auch bei anderen Positionen intern „regelmäßig auf die Arbeit des VfB blickt“.
Kasper selbst äußerte sich auf Nachfrage des Kicker nur zurückhaltend zu den Gerüchten: „Ich bin stolz auf das, was wir hier beim VfB aufgebaut haben. Alles Weitere gehört in den Bereich Spekulation.“ Aus dem Umfeld des Vereins heißt es jedoch, dass Kasper intern bereits signalisiert habe, dass er für „eine neue Herausforderung“ offen sei – sofern diese sportlich und strukturell ambitioniert sei.
Was verspricht sich Bayern von Kasper?
Insider aus dem Bayern-Umfeld sprechen von einem „kreativen Impulsgeber mit strategischer Tiefe“, der besonders im Bereich internationale Markenentwicklung und digitale Innovation Akzente setzen könne. Auch das jüngst ausgerufene Ziel, den FC Bayern als „Global Sports Brand mit lokaler Verankerung“ neu aufzustellen, passt genau zu Kaspers Arbeitsweise.
Zudem sehen viele in München Nachholbedarf beim Aufbau von emotionaleren Fanbindungen, besonders unter jungen Zielgruppen. Kasper gilt als Verfechter eines modernen, inklusiven Vereinsmarketings, das digitale Erlebniswelten mit traditioneller Vereinsidentität verbindet.
Wann könnte es konkret werden?
Ein Wechsel dürfte frühestens zur neuen Saison 2026/27 realistisch sein, denn Kasper besitzt beim VfB laut Kicker noch einen laufenden Vertrag bis Sommer 2026. Eine vorzeitige Freigabe wäre wohl nur gegen eine entsprechende Ablösesumme denkbar – eine Konstellation, die der FC Bayern aber nicht scheut, wenn er von einem Kandidaten überzeugt ist.
Ob Sven Kasper dem Ruf der Isar folgen wird, bleibt offen. Doch klar ist: Der FC Bayern schaut längst nicht mehr nur auf dem Platz nach Verstärkungen – auch hinter den Kulissen wird strategisch aufgerüstet.