“100 Siege sind schön – aber mit dem Team zu gewinnen, ist noch schöner”: Manuel Neuer schreibt Champions-League-Geschichte in London
Am Abend des 17. September 2025 schrieb Manuel Neuer im legendären Stamford Bridge Stadion Geschichte: Mit dem 3:1-Sieg seines FC Bayern München gegen den FC Chelsea erreichte der 39-jährige Torhüter seinen 100. Sieg in der UEFA Champions League – ein Meilenstein, den nur eine Handvoll Spieler jemals zuvor erreicht haben.
Doch typisch für Neuer: Statt sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen, lenkte er den Fokus auf das Team. Direkt nach dem Abpfiff sagte er mit verschwitztem Trikot und leuchtenden Augen:
„100 Siege sind natürlich schön – aber mit den Jungs zusammen zu gewinnen, ist noch schöner. Diese Momente teilen wir miteinander. Dafür leben wir den Fußball.“
Ein Spiel mit Symbolcharakter
Das Spiel begann intensiv – Chelsea, unter der Leitung ihres jungen Trainers Marcus Taylor, setzte die Bayern früh unter Druck. Doch der deutsche Rekordmeister behielt die Ruhe. In der 22. Minute parierte Neuer einen gefährlichen Kopfball von Christopher Nkunku – eine Glanzparade, die bereits andeutete, dass dieser Abend etwas Besonderes werden könnte.
Kurz vor der Halbzeit traf Jamal Musiala nach einer Kombination mit Harry Kane zur Führung. Chelsea glich zwar kurz nach der Pause durch Sterling aus, doch Leroy Sané und der eingewechselte Mathys Tel machten mit zwei sehenswerten Treffern alles klar.
Neuer: Der ruhige Fels im Sturm
Während die Offensive glänzte, war es Neuer, der im Hintergrund mit unglaublicher Präsenz und Erfahrung das Spiel dirigierte. Seine Kommunikation mit der Abwehr, sein präzises Aufbauspiel und vor allem zwei spektakuläre Paraden in der Schlussphase zeigten einmal mehr, warum er als einer der besten Torhüter aller Zeiten gilt.
„Neuer ist mehr als nur ein Torwart. Er ist unsere Führungspersönlichkeit, unser Rückhalt, unser verlängerter Arm auf dem Platz“, sagte Bayern-Trainer Vincent Kompany nach dem Spiel.
Eine Karriere für die Ewigkeit
Mit seinem 100. Sieg in der Königsklasse reiht sich Neuer endgültig in den Olymp der Fußballgeschichte ein. Seit seinem Champions-League-Debüt 2007 mit Schalke 04 gegen den FC Valencia hat er unzählige Schlachten geschlagen – von den legendären Duellen mit Real Madrid bis zum Titelgewinn 2013 in Wembley.
Diese Partie gegen Chelsea wird in seiner persönlichen Sammlung jedoch einen besonderen Platz einnehmen. Nicht nur wegen der Zahl, sondern wegen der Art, wie dieser Sieg errungen wurde: als Teamleistung, mit Herz, Wille und der typischen bayerischen Siegermentalität.
Und wie geht’s weiter?
Auf die Frage, ob er jetzt ans Aufhören denke, schmunzelte Neuer:
„Solange ich das Feuer spüre – und das tue ich –, werde ich weitermachen. Diese Nächte sind einfach magisch.“
Ein Satz, der Gänsehaut verursacht. Und der zeigt: Manuel Neuer ist noch lange nicht fertig.