Der geschmähte Franzose wird zum Helden der Nacht – Sportdirektor kämpft mit den Tränen: “Es ist eine wunderschöne Geschichte!”
München – 19. September 2025
Es war einer dieser magischen Abende, die den Fußball so besonders machen. Ein Spiel, das nicht nur durch Tore entschieden wurde, sondern durch Charakter, Mut – und eine zweite Chance, die genutzt wurde. Hauptdarsteller: Sacha Boey.
Die 51. Minute in der ausverkauften Allianz Arena – 75.000 Zuschauer sehen, wie Josip Stanisic nach einem unglücklichen Zweikampf zu Boden geht. Er bleibt liegen, hält sich das rechte Knie. Die medizinische Abteilung stürmt auf den Platz, die Arena wird leise. Minuten später wird Stanisic mit schmerzverzerrtem Gesicht vom Feld begleitet.
Und dann passiert etwas, mit dem kaum einer gerechnet hat: Sacha Boey, der im Sommer 2024 aus Istanbul gekommen war, betritt das Feld. Jener Boey, über den Fans in Foren lästerten, Medien urteilten, er sei „zu hektisch, zu wild, zu fehleranfällig“. Inzwischen war er in der Kaderhierarchie fast ganz unten angekommen. Gerüchte über einen Winterwechsel kursierten bereits.
Doch an diesem Abend ändert sich alles.
Vom ersten Ballkontakt an spielt Boey mit einer Entschlossenheit, die man ihm lange nicht zugetraut hatte. Er sprintet, grätscht, antizipiert – und als hätte er all die Kritik in positive Energie verwandelt, wird er zum Motor der rechten Seite. In der 68. Minute schlägt er eine butterweiche Flanke auf Kane, der zum 2:1 trifft. Die Arena tobt.
Doch Boey ist noch nicht fertig.
In der 89. Minute, der Spielstand inzwischen 2:2, zieht er plötzlich von außen in die Mitte, spielt einen Doppelpass mit Musiala und dringt in den Strafraum ein. Die Bayern-Fans halten den Atem an. Und dann: ein satter Schuss mit links – 3:2 für Bayern!
Was danach passiert, ist pure Emotion: Boey reißt sich das Trikot vom Leib, rennt zu den Fans, fällt auf die Knie. Im Hintergrund: Sportdirektor Christoph Freund, sichtlich bewegt, wischt sich Tränen aus dem Gesicht. “Es ist eine wunderschöne Geschichte. Er hat so hart gearbeitet, so viele Rückschläge hingenommen. Heute wurde er belohnt.”
Trainer Vincent Kompany lobt auf der Pressekonferenz: „Sacha hat sich nie hängen lassen. Heute hat er uns das Spiel gewonnen – und gezeigt, warum wir ihn geholt haben.“
Die Fans feiern Boey minutenlang mit Sprechchören, die er wohl nie vergessen wird. Aus einem Spieler, den viele abgeschrieben hatten, ist über Nacht ein Held geworden.
Ob das seine Wende bei Bayern ist? Noch weiß es keiner. Aber eines steht fest: An diesem Abend hat Sacha Boey nicht nur ein Spiel gewonnen – er hat Geschichte geschrieben.