Hjulmand lobt „Weltklasse“-Grimaldo nach erneutem Freistoß-Traumtor
Kopenhagen, Donnerstagabend. Die Lichter des ausverkauften Stadions flackern im dichten Nebel der Ostsee, während die Champions-League-Hymne nachhallt. Inmitten dieser europäischen Fußballnacht glänzt erneut ein Name: Alejandro Grimaldo. Der spanische Linksverteidiger von Bayer Leverkusen zauberte zum wiederholten Mal ein Freistoßtor, das die Zuschauer von den Sitzen riss – technisch perfekt, taktisch eiskalt, ästhetisch ein Gedicht.
Nach dem 3:1-Sieg gegen den FC Kopenhagen war es Leverkusens neuer Trainer Kasper Hjulmand, der in der Pressekonferenz besonders einen seiner Spieler hervorhob:
„Was Grimaldo da heute gezeigt hat, ist einfach Weltklasse. Es gibt aktuell nur ganz wenige Spieler auf der Welt, die solche Standards so konstant verwandeln.“
Grimaldo hatte in der 28. Minute aus knapp 22 Metern Maß genommen. Der Ball flog mit links über die Mauer, schlug unhaltbar im rechten oberen Winkel ein – keine Chance für Kopenhagens Keeper Grabara. Es war bereits sein drittes direktes Freistoßtor in dieser Champions-League-Saison – ein Wert, der nicht nur bei Leverkusen für Furore sorgt.
Vom Außenverteidiger zum Spielmacher
Was Grimaldo unter Xabi Alonso begonnen hatte – die Transformation vom klassischen Außenverteidiger zum torgefährlichen Hybrid aus Flügelspieler und Spielmacher – setzt sich unter Hjulmand nahtlos fort. Der dänische Coach, bekannt für seinen taktischen Feinsinn und ruhigen Führungsstil, findet nur lobende Worte:
„Er denkt das Spiel wie ein Zehner, aber spielt es mit der Ausdauer und Disziplin eines Verteidigers. Diese Kombination ist unglaublich wertvoll.“
In Leverkusen ist Grimaldo längst nicht mehr nur ein Neuzugang, sondern ein Herzstück des Systems. Seine Freistöße sind dabei nur die Spitze des Eisbergs. Seine Passquote liegt bei über 88 %, seine Laufleistung über 11 Kilometer pro Spiel – Statistiken, die seine Rolle im Team unterstreichen.
Grimaldo selbst bleibt bescheiden. In den Katakomben des Stadions sagt er gegenüber Journalisten mit einem Lächeln:
„Ich trainiere diese Situationen jeden Tag. Freistöße sind nicht nur Technik – es ist auch Intuition, Gefühl und mentale Stärke. Heute hat es wieder gepasst.“
Leverkusens europäischer Traum lebt
Mit dem Sieg in Kopenhagen steht Bayer Leverkusen bereits vorzeitig als Gruppensieger fest – und träumt vom ganz großen Coup. Die Mannschaft wirkt reifer, fokussierter, hungriger denn je. Und Grimaldo ist einer der Garanten dafür.
Hjulmand bringt es abschließend auf den Punkt:
„In Spielen wie heute entscheidet oft ein Moment. Grimaldo schafft diese Momente. Und genau deshalb ist er für mich ein Spieler auf Weltklasse-Niveau.“
Während die Fans noch jubeln und die Leverkusener durch die dänische Nacht in Richtung Flughafen fahren, bleibt vor allem ein Bild haften: Ein linker Fuß, ein perfekter Bogen – und ein Trainer, der weiß, was er an seinem Edeltechniker hat.