Hoffenheim erteilt Stuttgart am Deadline Day eine Absage: Max Moerstedt bleibt im Kraichgau
Am letzten Tag des Sommertransferfensters war das Telefon bei der TSG Hoffenheim kaum stillzustehen – vor allem wegen eines Namens: Max Moerstedt. Der 18-jährige Angreifer, der in dieser Saison bereits mit starken Leistungen im Jugend- und Regionalliga-Bereich auf sich aufmerksam gemacht hatte, stand plötzlich ganz oben auf der Wunschliste des VfB Stuttgart. Doch wie der Kicker exklusiv berichtet, lehnte Hoffenheim ein spätes Angebot der Schwaben entschieden ab.
Demnach sei der VfB in den späten Abendstunden des Transfer-Deadline-Days noch einmal aktiv geworden, um sich die Dienste des hochtalentierten Stürmers zu sichern – entweder per Leihe oder mit Kaufoption. Die Hoffenheimer blieben jedoch standhaft. Der Grund: Moerstedt gilt als eines der größten Sturm-Talente, das jemals die Nachwuchsakademie im Kraichgau durchlaufen hat.
Ein Juwel mit Perspektive
Moerstedt, groß gewachsen, technisch stark und mit einem feinen Gespür für Raum und Tempo, hat bereits in der U19-Bundesliga zweistellig getroffen. In internen Testspielen gegen die Profis der TSG überzeugte er mit Selbstbewusstsein, klugen Laufwegen und eiskalter Chancenverwertung. Immer wieder war aus dem Verein zu hören: „Der Junge hat das Potenzial, unser nächster Firmino zu werden.“
Ein Abgang – selbst auf Leihbasis – kam für die TSG daher nicht infrage. Vor allem Trainer Pellegrino Matarazzo soll sich persönlich gegen einen Wechsel ausgesprochen haben. Moerstedt ist zwar noch nicht offiziell Teil des Bundesliga-Kaders, trainiert aber regelmäßig bei den Profis mit und soll behutsam aufgebaut werden.
Stuttgarts Suche geht weiter
Beim VfB Stuttgart hingegen sorgte die Absage für Frust. Nach dem überraschenden Wechsel von Silas Katompa Mvumpa nach England suchte man kurzfristig nach einem jungen, entwicklungsfähigen Offensivspieler, der hinter Guirassy aufgebaut werden könnte. Die Personalie Moerstedt schien ideal: regional bekannt, mental gefestigt und mit einem klaren Entwicklungshorizont.
Doch Hoffenheim ließ sich nicht locken – weder durch Leihgebühren noch durch etwaige Kaufklauseln. Ein Vereinsinsider wird zitiert: „Max gehört zu unserer Zukunft. Und die verkaufen wir nicht am letzten Abend.“
Ein Zeichen an den Nachwuchs
Die Entscheidung sendet ein klares Signal: Die TSG Hoffenheim setzt wieder stärker auf eigene Talente – und will sie nicht zu früh abgeben. Für Moerstedt selbst dürfte die Absage ebenfalls eine Art Vertrauensbeweis sein. Sein Ziel: Erste Bundesliga-Minuten noch in dieser Saison.
In einer kurzen Stellungnahme auf seinem Instagram-Profil schrieb er am Freitagmorgen:
„Fokus bleibt. Blau und Weiß – mein Weg geht weiter.“
Ob Stuttgart es im Winter erneut versucht, bleibt abzuwarten. Fest steht: Der Name Max Moerstedt dürfte in den kommenden Monaten nicht nur im Kraichgau noch öfter fallen.