Das Flutlicht in der MHPArena flutet den Rasen in eisigem Weiß, während die Mannschaftsaufstellungen über die Anzeigetafel rollen. Es ist ein Moment voller Spannung und Vorfreude. Die Gesichter der Spieler klingen entschlossen, die Luft riecht nach Gras und dem metallischen Duft von Torpfosten. Stuttgart gegen St. Pauli – ein Klassiker mit Geschichte und Emotion.
VfB Stuttgart – 4‑2‑3‑1
Im Tor steht Alexander Nübel, der mit wachem Blick jede Kurve im Strafraum abscannen wird. Vor ihm verteidigen Pascal Stenzel auf der rechten, Finn Jeltsch und Jeff Chabot zentral – Chabot wirkt wie ein Fels in der Brandung, breit und kompromisslos. Links wirbelt Maximilian Mittelstädt, mit unbändigem Tempo und Flankenwillen. Das defensive Mittelfeld bilden Atakan Karazor und Angelo Stiller, beide routiniert, beide bereit, im Zentrum das Spiel zu zerreißen. Vor diesen beiden agiert ein kreatives Dreieck: Jamie Leweling auf rechts, Bilal El Khannouss als Zehner und auf der linken Seite Tiago Tomás – flink, dribbelstark, mit Blick für den Steilpass. An der Spitze: Ermedin Demirović, der mit seiner Präsenz und seinem Abschluss den Unterschied machen will.
St. Pauli – 3‑4‑1‑2
Die Kiezkicker setzen ebenfalls auf eine ausgefeilte Formation. Im Tor: Nikola Vasilj, der mit seinen reflexartigen Paraden schon so manches Spiel offen gehalten hat. Die Dreierkette davor: Hauke Wahl, Eric Smith und Adam Dźwigała – robust, eingeschworen, bereit für Zweikämpfe und lange Bälle. Die Außenläufer (wing‑backs) sind Manolis Saliakas und Louis Oppie – sie werden viel Raum haben offensiv, aber auch laufstark zurückarbeiten müssen. Im zentralen Mittelfeld sorgen James Sands und Joel Chima Fujita für Balance, mit Phillips Treu als Laufmoped und Verbindungsspieler auf der rechten Seite. Der Versuch, Stuttgart früh zu stören, wird ihre Devise sein. Im offensiven Zentrum glänzt Danel Sinani als Zehner, kreativ, mit Übersicht. Ganz vorne das Duo Andreas Hountondji und Matias Pereira Lage – verbunden durch läuferische Disziplin, Wechselbewegungen und die Gefahr bei Kontern wie auch bei Standardsituationen.
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Die Stadionlautsprecher kündigen die Auswechselspieler an – junge Wilden, Rückkehrer nach Verletzungen, Hoffnungsträger. Auf der Stuttgart‑Bank sitzen erfahrene Verteidiger, die sich drauf freuen, das Tempo anzuziehen, sowie offensive Optionen, die für kreative Impulse sorgen können. Bei St. Pauli stehen die Ersatzleute bereit, mit dem gewissen Unberechenbaren: ein satter Schuss oder ein überraschender Laufweg könnte alles verändern.
Als der Schiedsrichter anpfeift, zittern die Zuschauer des einen wie des anderen Lagers – jeder Pass, jeder Zweikampf könnte den Ausschlag geben. Stuttgart mit kontrolliertem Ballbesitz, St. Pauli mit wachen Augen auf Umschaltmomente. Die Aufstellung deutet auf ein Duell taktischer Nuancen hin: Stabilität vs. Risikofreude, Pressing gegen Ballbesitz, Energie gegen Organisation.
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Kurz vor Anpfiff ein Blick in die Gesichter: Demirović streckt die Stirn in die Höhe, Luzifer kühl geblickt – er weiß, wohin man treffen muss. Auf der Gegenseite verschränkt Hountondji die Hände an der Hüfte – konzentriert, bereit, jeden Sprint zu ziehen. Die Reihen schließen sich, das Publikum hämmert in die Brust – und der Ball rollt.