Niko Kovač äußert sich zur Elfmeter-Kontroverse um Serhou Guirassy bei Borussia Dortmund
DORTMUND – Inmitten der Diskussionen rund um Serhou Guirassy und dessen Rolle als designierter Elfmeterschütze bei Borussia Dortmund hat sich nun auch Ex-Wolfsburg-Trainer Niko Kovač zu Wort gemeldet. In einem Interview mit dem fiktiven Sportportal FussballWelt24 nahm der erfahrene Fußballfachmann kein Blatt vor den Mund – und überraschte mit einer klaren Meinung zur internen Dynamik beim BVB.
„Was ich in Dortmund sehe, ist weniger ein sportliches als ein strukturelles Problem“, sagte Kovač auf Nachfrage. „Wenn ein Spieler wie Guirassy, der nachgewiesene Qualität im Abschluss besitzt, plötzlich öffentlich infrage gestellt wird, ob er überhaupt die Elfmeter schießen soll – dann stimmt etwas in der Kommunikation innerhalb des Vereins nicht.“
Die Diskussion war entfacht, als Guirassy beim 2:2 gegen Bayer Leverkusen in der 84. Minute einen Strafstoß vergab – sein erster Fehlschuss in der Bundesliga seit über einem Jahr. Kurz darauf äußerte sich BVB-Kapitän Emre Can kritisch gegenüber der Entscheidung, Guirassy den Ball überlassen zu haben. „Eigentlich war ein anderer Spieler eingeteilt“, hieß es kryptisch nach dem Spiel. Die Medien spekulierten: War es Marco Reus? Julian Brandt? Oder vielleicht sogar Neuzugang Füllkrug?
Für Kovač sind solche öffentlichen Aussagen brandgefährlich. „Man wirft einem Stürmer wie Guirassy, der in der letzten Saison 28 Tore erzielt hat, indirekt vor, er habe sich den Elfmeter genommen. Das untergräbt Autorität und sorgt für Misstrauen in der Kabine.“
Der Kroate betonte die Wichtigkeit klarer Hierarchien: „In meinen Teams ist immer im Voraus festgelegt, wer die Elfmeter schießt – und das wird intern kommuniziert. Wenn es zu Diskussionen auf dem Platz kommt, dann hat der Trainer seinen Job vorher nicht gut gemacht.“
Auch sportlich nahm Kovač den 28-jährigen Guineer in Schutz. „Er ist ein Mentalitätsspieler. Ihn nach einem einzigen verschossenen Elfmeter infrage zu stellen, ist nicht nur unfair, sondern auch kurzsichtig. Die großen Stürmer – von Lewandowski bis Benzema – haben alle schon mal verschossen.“
Abschließend fand Kovač mahnende Worte an die Dortmunder Führung: „Wenn man Spieler wie Guirassy verpflichtet, muss man ihnen auch das Vertrauen schenken. Sonst bricht man ihnen nicht nur das Selbstvertrauen, sondern auch das Band zur Mannschaft.“
Ob seine Worte Wirkung zeigen, bleibt abzuwarten. Fakt ist: Beim nächsten Strafstoß des BVB werden nicht nur die Fans, sondern auch die Medien ganz genau hinschauen – und Serhou Guirassy steht dabei im Zentrum eines unbequemen Scheinwerferlichts.