Früher Druck und zögerlicher Start
Hoffenheim trat mutig auf. Die Gastgeber dominierten in der Anfangsphase – gewannen Zweikämpfe, setzten mit Pressing und Tempo Bayern unter Druck. Es wirkte, als ob sie dieses Spiel nutzen wollten, um ein echtes Zeichen zu setzen. Bayern, auf der anderen Seite, wirkte jedenfalls in den ersten 45 Minuten etwas unsicher – Reihen verschoben sich, Umschaltmomente kamen zu selten zustande.
Doch kurz vor der Halbzeit drehte sich das Blatt: Eine Ecke – ausgeführt von Lennart Karl (17 Jahre), bei seinem ersten Bundesliga-Start – brachte die Vorlage, und Harry Kane war in der Box zur Stelle. Mit einem präzisen ersten Kontakt schoss er ein, und Bayern ging mit einer knappen Führung in die Pause.
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Kanes Souveränität nach der Pause
In der zweiten Halbzeit war es Bayern, das das Geschehen dominierte. Hoffenheim hatte zunehmend Probleme, die Räume zu schließen, und Bayern wurde gefährlicher, kam öfter in den Strafraum. Das 2:0 fiel durch einen Strafstoß: Ein Handspiel – entschieden nach VAR-Prüfung – und Kane verwandelte souverän.
Der Anschlusstreffer Hoffenheims durch Vladimir Coufal – ein Freistoß, leicht abgefälscht – brachte kurz noch einmal Hoffnung für die Gastgeber. Doch Bayern ließ nichts mehr anbrennen. Kane sicherte sich mit einem weiteren Elfmeter in der 77. Minute seinen Hattrick. Serge Gnabry stellte in der Nachspielzeit mit dem 4:1 den Endstand her.
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Rekorde, Statistiken, Bedeutung
Kane hat damit in vier Bundesliga-Spielen acht Tore erzielt und steht weiter ganz oben in der Torschützenliste.
Auch seine Elfmeterquote bleibt atemberaubend: Er hat alle 17 Bundesliga-Elfmeter, die er bislang geschossen hat, verwandelt.
Bayern bleibt durch diesen Sieg mit vier Siegen aus vier Spielen weiter ungeschlagener Tabellenführer – mit einem herausragenden Torverhältnis.
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Einschätzung und Ausblick
Dieser Sieg war wichtig, nicht nur wegen der drei Punkte, sondern weil Bayern gezeigt hat, dass sie auch in schwierigen Phasen – beim Rückstand in der Kontrolle oder nachdem Hoffenheim anfänglich bereit war – Ruhe bewahren können. Außerdem war das Rotieren im Kader (u.a. fünf Änderungen gegenüber dem Champions-League-Spiel gegen Chelsea) ein Test dafür, wie tief die Qualität des Teams ist.
Wenn Bayern so konsequent weitermachen – mit einem Führungsspieler wie Kane, der nicht nur Tore liefert, sondern auch in wichtigen Momenten cool bleibt – dann darf man durchaus davon träumen, dass diese Saison ein ganz großer Wurf wird. Hoffenheim hingegen wird über Zusammenhalt und Mut weiterarbeiten müssen, um gegen Spitzenteams wie Bayern nicht nur mithalten zu können, sondern vielleicht auch echte Chancen zu kreieren.