Joshua Kimmich plant dominante Kontrolle im Mittelfeld des FC Bayern München
Die Sonne ging gerade über der Säbener Straße auf, als Joshua Kimmich in seinen maßgeschneiderten Trainingsanzug schlüpfte. Es war ein kühler Morgen im September, doch der Mittelfeldmotor des FC Bayern München war bereits hellwach. Während andere noch ihre Schuhe banden, studierte Kimmich auf einem Tablet die Laufwege der Gegner, analysierte Passmuster und überlegte, wie er das Zentrum des Spielfeldes nicht nur beherrschen, sondern dominieren konnte.
„Ich will das Herz dieser Mannschaft sein“, sagte er neulich in einem Interview – eine Aussage, die nicht wie leeres Gerede wirkte, sondern wie ein Manifest. Seit dem Abgang von Thiago und dem fortschreitenden Alter von Thomas Müller sieht sich Kimmich in der Verantwortung, nicht nur spielerisch zu führen, sondern auch taktisch den Taktstock zu schwingen. Sein Plan: totale Kontrolle im Mittelfeld. Kein Ball soll verloren gehen, kein gegnerischer Pass durchkommen, ohne dass er seine Finger – oder besser gesagt: seine Füße – im Spiel hat.
Sein Training ist minutiös geplant. Neben Technik- und Passübungen steht tägliches Videostudium auf dem Programm. Er analysiert nicht nur die großen Namen wie Real Madrid oder Manchester City, sondern auch die Laufwege der Sechser von Freiburg oder Union Berlin. „Man kann von jedem lernen“, sagt er. Auf dem Platz dirigiert er seine Mitspieler, wie ein Dirigent ein Orchester. Er gibt Anweisungen, fordert mehr Bewegung, korrigiert Stellungsfehler. In den Kabinengesprächen spricht er nicht nur über Motivation, sondern auch über Raumkontrolle, Passwinkel und Pressingzonen.
Unter dem neuen Trainer – nennen wir ihn fiktiv „Marco Fehling“, ein taktisch versierter Denker mit einer Vorliebe für 4-3-3-Systeme – hat Kimmich nun eine Art Hybridrolle übernommen: defensiver Anker, Spielmacher und Taktgeber zugleich. Fehling sagte in einer Pressekonferenz: „Joshua ist unser Schachgroßmeister im Zentrum. Er denkt drei Züge voraus.“ Kimmich lachte nur, als er das hörte – doch jeder in der Mannschaft wusste, dass es stimmte.
In einem wichtigen Spiel gegen Leipzig wurde sein Plan Realität. Schon nach zehn Minuten hatte er 25 Ballkontakte – mehr als jeder andere auf dem Feld. Er gewann 90 % seiner Zweikämpfe, spielte 94 % seiner Pässe erfolgreich und stoppte mehrere Konter mit perfektem Stellungsspiel. Die Medien sprachen von einer „Machtdemonstration im Mittelfeld“. Doch für Kimmich war es nur ein weiterer Schritt auf seinem Weg zur totalen Kontrolle.
„Ich will nicht, dass das Spiel passiert – ich will bestimmen, wie es passiert“, sagte er später mit ruhiger Stimme. Kein Satz beschreibt seine Mission besser. Joshua Kimmich ist nicht nur ein Fußballer. Er ist Architekt, Stratege, Anführer – und er ist fest entschlossen, das Mittelfeld des FC Bayern München zu seinem Reich zu machen.