Nico Schlotterbeck: „Ich habe wirklich sechs Monate hart gearbeitet“
Borussia Dortmunds Innenverteidiger Nico Schlotterbeck hat in den vergangenen Monaten eine intensive Phase durchlaufen, die ihn sowohl sportlich als auch persönlich geprägt hat. Nach schwierigen Momenten in der Rückrunde der vergangenen Saison, in der er verletzungsbedingt immer wieder ausgebremst wurde, meldet sich der 24-Jährige nun mit klaren Worten zurück: „Ich habe wirklich sechs Monate hart gearbeitet“, erklärte Schlotterbeck in einem Interview mit Vereinsmedien.
Die Aussage des Abwehrspielers macht deutlich, wie groß der Ehrgeiz ist, wieder zu alter Stärke zurückzufinden. Schon in der Sommerpause hatte Schlotterbeck keine Zeit verloren, sondern ein individuell abgestimmtes Trainingsprogramm absolviert. Neben täglichen Einheiten im Kraftraum standen auch Laufeinheiten, Stabilisationsübungen und gezielte Reha-Maßnahmen auf dem Plan. „Es ging darum, meinen Körper wieder komplett auf ein Niveau zu bringen, auf dem ich Woche für Woche Leistung bringen kann“, so der Nationalspieler.
Beim BVB war man sich früh bewusst, dass Geduld gefragt sein würde. Trainer Edin Terzić und sein Team hatten Schlotterbeck während seiner Verletzungspause immer wieder Rückendeckung gegeben. „Wir wissen, was Nico für unsere Defensive bedeutet. Seine Zweikampfstärke, sein Spielaufbau, seine Präsenz – all das macht ihn zu einem Schlüsselspieler“, betonte Terzić noch im Juli. Dass der Innenverteidiger sich nun fit und selbstbewusst zurückmeldet, dürfte daher eine wichtige Nachricht für den gesamten Verein sein.
Die letzten sechs Monate waren für Schlotterbeck nicht nur physisch, sondern auch mental eine enorme Herausforderung. Er sprach offen darüber, wie schwierig es sei, den Kollegen im Stadion zuzuschauen, ohne selbst eingreifen zu können. „Du willst helfen, willst auf dem Platz stehen, aber dein Körper sagt dir: Stopp. Das war hart. Aber ich habe versucht, diese Phase als Chance zu sehen – als Möglichkeit, stärker zurückzukommen.“
In den ersten Spielen der neuen Saison hat sich bereits angedeutet, dass sich die Mühe gelohnt hat. Schlotterbeck wirkt stabil, souverän und strahlt eine Ruhe aus, die in engen Bundesliga-Partien Gold wert ist. Besonders sein Stellungsspiel und seine präzisen Pässe ins Mittelfeld sind wieder auf dem gewohnten Niveau. Auch in der Champions League hofft der BVB, dass der Nationalspieler seinen Beitrag leisten kann, um die Defensive zu stabilisieren.
Für Schlotterbeck selbst ist die Rückkehr auf den Platz vor allem mit Dankbarkeit verbunden. Er hob hervor, wie wichtig die Unterstützung seiner Familie, seiner Mitspieler und der medizinischen Abteilung war. „Ohne dieses Umfeld wäre es viel schwerer gewesen. Jeder hat mich gepusht, wenn ich mal einen schlechten Tag hatte.“
Die nächsten Wochen werden zeigen, wie konstant der Innenverteidiger seine Form halten kann. Dass er bereit ist, alles für den Erfolg zu investieren, hat Schlotterbeck jedoch unmissverständlich klargemacht. Seine Worte „Ich habe wirklich sechs Monate hart gearbeitet“ stehen nicht nur für die Anstrengung der vergangenen Zeit, sondern auch für den unerschütterlichen Willen, beim BVB und in der Nationalmannschaft wieder eine zentrale Rolle einzunehmen.