Paul Simonis sieht trotz Wolfsburg-Niederlage in Dortmund Positives
Der VfL Wolfsburg musste am Wochenende eine bittere Niederlage bei Borussia Dortmund hinnehmen. Mit 1:3 verlor das Team von Trainer Paul Simonis im Signal Iduna Park – und doch zeigte sich der Coach nach dem Abpfiff keineswegs niedergeschlagen. Stattdessen hob er in seiner Analyse die positiven Aspekte des Auftritts seiner Mannschaft hervor und versuchte, den Blick nach vorne zu richten.
Von Beginn an war die Partie von hohem Tempo geprägt. Dortmund, das nach zuletzt wechselhaften Leistungen unbedingt ein Zeichen setzen wollte, startete aggressiv und erspielte sich schnell die ersten Chancen. Schon in der 12. Minute brachte ein Treffer von Youssoufa Moukoko den BVB in Führung. Wolfsburg tat sich zunächst schwer, den Rhythmus des Gegners aufzunehmen, steigerte sich jedoch mit zunehmender Spieldauer.
Besonders auffällig war dabei die kämpferische Einstellung der „Wölfe“. Angeführt von Kapitän Maximilian Arnold versuchte das Team, über Ballgewinne im Mittelfeld ins Spiel zu finden. In der 34. Minute belohnte sich Wolfsburg schließlich für die Mühen: Tiago Tomás nutzte eine Unaufmerksamkeit in der Dortmunder Abwehr und glich mit einem platzierten Schuss zum 1:1 aus. Für einen Moment schien es, als könne Wolfsburg die Partie offen gestalten.
Doch kurz vor der Pause stellte Dortmund durch einen Treffer von Julian Brandt den alten Abstand wieder her. Nach einem feinen Zuspiel von Gio Reyna traf der Nationalspieler sicher zum 2:1. Dieser Rückschlag war bitter für die Niedersachsen, die sich für ihre starke Phase eigentlich mehr verdient hätten.
Im zweiten Durchgang kontrollierte Dortmund das Geschehen über weite Strecken. Wolfsburg kämpfte zwar tapfer weiter, doch die Offensivaktionen blieben nun seltener. Spätestens nach dem 3:1 durch Donyell Malen in der 68. Minute war die Partie entschieden. Der VfL versuchte zwar, noch einmal Druck aufzubauen, konnte die stabile Dortmunder Defensive jedoch nicht mehr ernsthaft in Verlegenheit bringen.
Trotz der Niederlage zeigte sich Paul Simonis nach Abpfiff betont konstruktiv. „Wir haben in Phasen gezeigt, dass wir mit einem Champions-League-Team wie Dortmund mithalten können. Natürlich ist es enttäuschend, ohne Punkte heimzufahren, aber die Art und Weise, wie wir aufgetreten sind, stimmt mich optimistisch“, erklärte der Coach auf der Pressekonferenz.
Besonders lobte er die Moral seines Teams: „Nach dem frühen Rückstand haben wir nicht aufgegeben, sondern mutig nach vorne gespielt. Das Tor von Tiago Tomás war ein Ausdruck dieses Willens. In Zukunft müssen wir diese Entschlossenheit über 90 Minuten auf den Platz bringen.“
Auch die Fans dürften den Einsatz zu schätzen gewusst haben. Rund 4.000 Wolfsburger Anhänger begleiteten ihre Mannschaft nach Dortmund und unterstützten sie lautstark, selbst als die Niederlage besiegelt war. Simonis betonte: „Diese Unterstützung ist unbezahlbar. Wir wollen unseren Fans in den kommenden Heimspielen etwas zurückgeben.“
Mit Blick auf die kommenden Aufgaben bleibt für Wolfsburg die Hoffnung, die positiven Eindrücke aus Dortmund mitzunehmen. Schon am nächsten Spieltag empfängt der VfL ein weiteres Topteam. Simonis machte klar: „Wenn wir an die Leistungsteile aus der ersten Halbzeit anknüpfen, sind wir absolut konkurrenzfähig.“