Upamecano stellt hohe Forderungen für Vertragsverlängerung beim FC Bayern
Mit seinem aktuellen Vertrag, der im Sommer 2026 ausläuft, sorgt Dayot Upamecano bereits jetzt für Schlagzeilen an der Säbener Straße. Der französische Innenverteidiger, der seit seinem Wechsel von RB Leipzig im Jahr 2021 fester Bestandteil der Bayern-Abwehr ist, hat dem Verein nun signalisiert, dass er grundsätzlich zu einer Verlängerung bereit ist – allerdings nur unter bestimmten, nicht gerade bescheidenen Bedingungen.
Nach Informationen aus vereinsnahen Kreisen fordert Upamecano ein deutlich verbessertes Gehaltspaket sowie eine zentrale Rolle in den sportlichen Planungen des neuen Trainers Vincent Kompany. Der 26-Jährige sieht sich in der besten Phase seiner Karriere und möchte dementsprechend honoriert und respektiert werden. Laut Insidern liegt seine Gehaltsforderung bei rund 15 Millionen Euro jährlich – ein satter Aufschlag zu seinem derzeitigen Salär von geschätzten 10 Millionen Euro.
Darüber hinaus verlangt Upamecano eine leistungsbezogene Bonusstruktur, die ihm – bei Erreichen von Zielen wie Meisterschaft, Champions-League-Halbfinale oder persönlicher Einsatzzeit – zusätzliche Prämien sichern würde. Besonders interessant: In seinem Beraterteam wird auch über eine Ausstiegsklausel diskutiert, die dem Franzosen bei einem lukrativen Angebot aus der Premier League einen kontrollierten Abgang ermöglichen würde.
Sportdirektor Christoph Freund befindet sich in engem Austausch mit dem Spieler und seinen Vertretern. Offiziell gibt sich der Klub gelassen. „Dayot ist ein wichtiger Bestandteil unseres Kaders. Natürlich führen wir Gespräche, aber wir lassen uns dabei nicht unter Druck setzen“, erklärte Freund auf einer Pressekonferenz vergangene Woche.
Hinter den Kulissen jedoch wächst die Nervosität. Mit dem bevorstehenden Vertragsende von Matthijs de Ligt im Jahr 2026 und den ungewissen Zukunftsaussichten von Neuzugang Hiroki Ito möchte Bayern Planungssicherheit in der Defensive. Upamecano – trotz mancher Formschwankungen – gilt als erfahrener Stammspieler mit internationaler Klasse.
Auch der Spieler selbst hat sich kürzlich geäußert: „Ich fühle mich wohl in München, aber ich bin in einem Alter, in dem ich klare Perspektiven brauche. Ich will wissen, dass man mir vertraut – nicht nur sportlich, sondern auch auf Vereinsebene“, sagte Upamecano in einem Interview mit L’Équipe.
Die kommenden Wochen dürften entscheidend werden. Sollte Bayern den Forderungen nicht nachkommen, ist ein Verkauf im Sommer 2025 nicht ausgeschlossen – um einen ablösefreien Abgang zu verhindern. Schon jetzt soll es Interesse aus England geben, insbesondere von Manchester United und Arsenal.
Für den Rekordmeister steht also mehr als nur ein neuer Vertrag auf dem Spiel: Es geht um Stabilität, Zukunftssicherung – und ein Zeichen an den Rest Europas, dass man seine Leistungsträger nicht kampflos ziehen lässt.