Bayern München trennt sich von Vincent Kompany nach enttäuschendem Saisonstart
Die Nachricht schlug am Dienstagmorgen wie eine Bombe ein: Der FC Bayern München hat sich mit sofortiger Wirkung von Cheftrainer Vincent Kompany getrennt. Nach nur wenigen Monaten im Amt zog die Vereinsführung damit die Reißleine – ein drastischer, aber laut internen Kreisen unumgänglicher Schritt.
Kompany, der im Sommer 2025 als Hoffnungsträger aus Burnley an die Säbener Straße gewechselt war, sollte den Rekordmeister nach einer titellosen Saison zurück an die Spitze führen. Der 39-jährige Belgier galt als moderner Taktiker mit klarer Spielidee, hoher sozialer Kompetenz und dem nötigen Führungscharisma, um die Mannschaft in eine neue Ära zu führen. Doch der Saisonstart verlief alles andere als vielversprechend.
Nach sieben Spieltagen standen lediglich zwei Siege, drei Unentschieden und zwei Niederlagen zu Buche – ein historisch schwacher Auftakt für den erfolgsverwöhnten Klub. Besonders die 1:4-Heimpleite gegen den Aufsteiger VfL Osnabrück ließ bei den Fans und Verantwortlichen sämtliche Alarmglocken schrillen. Die Mannschaft wirkte verunsichert, ideenlos und ohne klare Struktur auf dem Platz. Kompanys Versuch, auf eine flexible Dreierkette umzustellen, scheiterte krachend. Auch der Starensemble um Harry Kane, Jamal Musiala und Joshua Kimmich schien nie wirklich mit dem neuen System warm zu werden.
In der Champions League setzte es zudem ein blamables 0:2 gegen Dynamo Zagreb – das erste Mal seit über zehn Jahren, dass die Bayern die Gruppenphase mit zwei Niederlagen begannen. Medien berichteten zuletzt von Spannungen innerhalb des Teams, taktischer Verwirrung und einem schwindenden Rückhalt in der Kabine.
Der Aufsichtsrat unter der Leitung von Uli Hoeneß und Präsident Herbert Hainer tagte am Montagabend bis spät in die Nacht. Nach intensiven Beratungen fiel die Entscheidung: Kompany muss gehen. In einer kurzen Mitteilung bedankte sich der Klub für seinen Einsatz und betonte, man wünsche ihm “für die Zukunft alles Gute”. Kompany selbst zeigte sich enttäuscht, aber gefasst: „Ich übernehme die Verantwortung. Dieser Klub verdient Erfolg – und ich konnte ihn bisher nicht liefern.“
Interimsweise übernimmt U23-Coach Martin Demichelis das Training. Eine dauerhafte Lösung soll laut Sportvorstand Max Eberl „in den kommenden Tagen“ präsentiert werden. Als mögliche Kandidaten gelten Zinédine Zidane, Sebastian Hoeneß und der derzeit vereinslose Hansi Flick.
Die Entlassung Kompanys ist ein weiterer Beweis dafür, wie wenig Zeit Trainer auf höchstem Niveau heutzutage bekommen – besonders beim FC Bayern, wo der Druck zum Siegen omnipräsent ist. Ob der Verein nun zur Ruhe kommt, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch klar: Die Saison 2025/26 steht unter einem düsteren Stern.