Bayern und Upamecano nähern sich Gehaltseinigung – doch ein entscheidendes Hindernis bleibt
Die Vertragsgespräche zwischen dem FC Bayern München und Innenverteidiger Dayot Upamecano gehen in die heiße Phase. Wie aus vereinsnahen Kreisen verlautet, nähern sich beide Seiten einer grundsätzlichen Einigung über die finanziellen Rahmenbedingungen eines neuen Vertrags. Der 26-jährige Franzose, dessen aktueller Kontrakt noch bis Sommer 2026 läuft, steht im Mittelpunkt der langfristigen Planungen des deutschen Rekordmeisters – doch eine zentrale Hürde verhindert bisher die endgültige Unterschrift.
Upamecano, der 2021 von RB Leipzig für rund 42,5 Millionen Euro nach München wechselte, hat sich trotz einiger Leistungsschwankungen als wichtiger Baustein in der Defensive etabliert. Besonders in der Hinrunde der Saison 2024/25 zeigte er sich formstark, zweikampfstark und präsenter denn je. Auch der neue Bayern-Coach Vincent Kompany soll ein großer Befürworter des Franzosen sein, der körperliche Robustheit mit Tempo und Spielaufbau vereint.
Die Gespräche über eine vorzeitige Vertragsverlängerung laufen bereits seit mehreren Monaten. Laut Insiderinformationen liegt der Knackpunkt nicht beim Grundgehalt, das in der Größenordnung von 10 bis 12 Millionen Euro pro Jahr angesiedelt sein soll – also leicht über dem aktuellen Niveau. Vielmehr hakt es an leistungsbezogenen Bonuszahlungen und der Ausstiegsklausel, die Upamecanos Berater fordern.
Demnach soll die Spielerseite auf eine moderate Ausstiegsklausel pochen, die im Falle eines hochdotierten Angebots aus der Premier League oder Spanien eine Tür offenhalten würde. Der FC Bayern hingegen verfolgt traditionell eine klare Anti-Klausel-Politik und möchte Schlüsselspieler langfristig und ohne vertragliche Exit-Optionen binden. Sportvorstand Max Eberl betonte zuletzt mehrfach, dass man “nur Spieler halten wolle, die zu hundert Prozent überzeugt von Bayern sind – ohne Hintertüren.”
Trotz dieser Differenzen ist der Ton zwischen Klub und Spieler positiv. Upamecano fühlt sich in München wohl, ist in der Kabine respektiert und hat sich zuletzt auch außerhalb des Platzes engagiert, etwa durch Charity-Events und Jugendförderung. Dennoch wissen seine Berater um das internationale Interesse – insbesondere Klubs wie Manchester United und Juventus Turin sollen bereits lose angeklopft haben.
Ob die Bayern am Ende von ihrer harten Linie abrücken oder Upamecano auf seine Forderung verzichtet, bleibt offen. Klar ist: Beide Seiten haben Interesse an einer Verlängerung. Doch solange das zentrale Hindernis der Ausstiegsklausel nicht überwunden ist, bleibt der Vertragspoker ein Spiel auf Zeit – mit offenem Ausgang.