Upamecano überholt Konaté auf Real Madrids Transfer-Wunschliste
Madrid – In einer überraschenden Wendung auf dem hart umkämpften Transfermarkt hat Real Madrid laut internen Quellen den französischen Innenverteidiger Dayot Upamecano vom FC Bayern München an die Spitze seiner Wunschliste gesetzt – und damit Ibrahima Konaté vom FC Liverpool überholt.
Wie aus einem vertraulichen Bericht des spanischen Sportblatts El Fútbol Diario hervorgeht, soll die sportliche Leitung der „Königlichen“ nach intensiver Analyse und mehreren Scouting-Reisen in die Bundesliga davon überzeugt worden sein, dass Upamecano der defensivstärkere und taktisch reifere Spieler ist. Chefscout Juni Calafat persönlich soll den Ausschlag gegeben haben. „Upamecano bringt nicht nur physische Dominanz mit, sondern hat sich unter Tuchel und nun unter Kompany weiterentwickelt – vor allem im Spielaufbau“, wird ein Vereinsinsider zitiert.
Der 26-jährige Franzose, der seit seinem Wechsel von RB Leipzig zu Bayern München 2021 mehr als 100 Pflichtspiele für den deutschen Rekordmeister absolviert hat, war in den vergangenen Monaten häufiger in der Kritik. Dennoch scheint er genau das Profil zu erfüllen, das Real sucht: Schnelligkeit, Zweikampfstärke und internationale Erfahrung.
Besonders auffällig: Beim Champions-League-Duell gegen Manchester City im Viertelfinale 2025 zeigte Upamecano eine dominante Leistung gegen Erling Haaland – ein Spiel, das offenbar maßgeblich für die Neubewertung seiner Qualitäten durch Real verantwortlich war. „Seine Körpersprache, seine Ruhe unter Druck – das war Weltklasse“, schwärmte ein anonymer Real-Analyst.
Im Gegensatz dazu soll Konaté, der zwar als athletischer Ausnahmespieler gilt, in den letzten Monaten verletzungsanfällig gewesen sein. Zwar schätzen die Madrilenen seine Präsenz in der Luft und sein Tempo, doch habe die medizinische Abteilung des Klubs Bedenken geäußert, was seine Langzeitbelastbarkeit betrifft.
Ein weiterer Faktor: die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Während Liverpool angeblich eine Ablösesumme von über 80 Millionen Euro für Konaté fordert, könnte Upamecano laut Transferexperten für rund 60 bis 65 Millionen zu haben sein – ein Deal, den Florentino Pérez als „strategisch sinnvoll“ einstuft. Der Vertrag des Franzosen bei Bayern läuft noch bis 2026, doch die Münchener sollen offen für Gespräche sein, insbesondere wenn sie im kommenden Sommer personell in der Defensive umstrukturieren wollen.
Ein Transfer von Upamecano wäre für Real Madrid mehr als nur eine sportliche Entscheidung – es wäre auch ein symbolischer Schritt. Nach den Verpflichtungen von Camavinga und Tchouaméni wäre er der dritte Franzose, der in jüngster Zeit das weiße Trikot überstreift. Die „neue französische Achse“ in Madrid wächst.
Ob der Wechsel zustande kommt, bleibt abzuwarten. Doch eins scheint sicher: Dayot Upamecano ist derzeit heißer denn je – und Real Madrid hat ihn fest im Visier.