Hamann zweifelt an Bayern-Zukunft von Jackson: „Für einen festen Deal fehlt das Interesse“
München – Die Leihe von Nicolas Jackson zum FC Bayern München wurde im Januar 2025 als strategische Maßnahme gefeiert. Der schnelle, technisch starke Stürmer vom FC Chelsea sollte im Angriff für frischen Wind sorgen – besonders, um die Belastung auf Harry Kane zu reduzieren und taktische Flexibilität zu schaffen. Doch nun, rund neun Monate später, scheint die Liaison auf Zeit kurz vor dem Ende zu stehen.
Der ehemalige Nationalspieler und heutige TV-Experte Dietmar Hamann äußerte sich im Rahmen einer Diskussionsrunde bei Sky90 deutlich zur Zukunft des Senegalesen:
> „Ich sehe nicht, dass Bayern ernsthaft an einer festen Verpflichtung von Jackson interessiert ist. Er hat Anlagen, keine Frage – aber für das Niveau und die Ansprüche, die der Klub hat, fehlt ihm in wichtigen Momenten die Präsenz und Konstanz.“
Durchwachsene Leistungen – kein Platz im System?
Jackson, der in 23 Einsätzen für Bayern bisher 6 Tore und 4 Assists verbuchen konnte, blieb vor allem in den großen Spielen blass. Beim Spitzenspiel gegen Dortmund wirkte er nervös, im Champions-League-Viertelfinale gegen Juventus fehlte ihm jeglicher Zug zum Tor.
Laut Hamann sei das kein Zufall:
> „Er ist ein Spieler, der Räume braucht – aber gegen tiefstehende Gegner wie Augsburg oder Union Berlin kommt er kaum zur Geltung. Bayern braucht Stürmer, die auch im Strafraum clever agieren. Das ist eher nicht Jacksons Spiel.“
Tuchel schweigt, Klubführung zögert
Auch von Vereinsseite gab es bisher keine klare Position zur Zukunft des 24-jährigen Angreifers. Trainer Thomas Tuchel betonte zuletzt lediglich, man wolle die Saison abwarten und dann „in Ruhe analysieren“.
Doch wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, sei intern bereits die Entscheidung gefallen, die im Leihvertrag verankerte Kaufoption in Höhe von 38 Millionen Euro nicht zu ziehen. Stattdessen soll der Fokus im Sommer auf einem anderen Spielertyp liegen – möglicherweise ein klassischer Mittelstürmer oder ein variablerer Flügelspieler.
Konkurrenz schläft nicht
Zudem drängen im eigenen Kader junge Offensivkräfte wie Mathys Tel und der talentierte U21-Stürmer Lukas Copado auf mehr Einsatzzeit. „Warum 38 Millionen für Jackson ausgeben, wenn man eigene Talente hat, die ähnliche Leistungen bringen können?“, so Hamann.
Jackson selbst soll laut L’Équipe ebenfalls offen für eine Rückkehr nach London sein, da auch Chelsea unter dem neuen Coach Roberto De Zerbi auf eine zweite Chance für den schnellen Stürmer setzen könnte.
Fazit: Ein kurzer Flirt – aber keine große Liebe
Nicolas Jacksons Zeit beim FC Bayern könnte schon bald wieder Geschichte sein. Was einst als potenzieller Coup galt, scheint sich als typische Leihlösung ohne langfristige Perspektive zu entpuppen. Für Dietmar Hamann ist jedenfalls klar:
> „Bayern wird den Weg mit Jackson nicht weitergehen. Das Kapitel war wichtig, aber es bleibt eine Episode – kein neues Kapitel.“