„Intensive 48 Stunden mit Höhen und Tiefen“ – Jackson und Eberl sprechen über Transfer-Drama bei Bayern-Präsentation
München – Es war eine Pressekonferenz voller Emotionen, Erleichterung und ehrlicher Einblicke: Nicolas Jackson, der 24-jährige Stürmer, wurde am Dienstag offiziell als Neuzugang des FC Bayern München vorgestellt – zunächst per Leihe vom FC Chelsea bis Saisonende. Doch hinter dem Transfer steht eine Geschichte voller Wendungen, Unsicherheit und nächtlicher Verhandlungen.
An der Seite von Max Eberl, Vorstand Sport des FC Bayern, sprach Jackson erstmals über die letzten turbulenten Tage, in denen der Deal beinahe gescheitert wäre.
> „Es waren die intensivsten 48 Stunden meiner Karriere. Ich hatte das Gefühl, jede Stunde könnte alles kippen – und dann wieder alles klappen. Es war ein Wechselbad der Gefühle“, so der senegalesische Nationalspieler in fließendem Englisch mit einem Lächeln.
Vertragsdetails auf der Kippe – Eberl musste improvisieren
Wie Max Eberl bestätigte, seien die Gespräche mit Chelsea von Anfang an „komplex“ gewesen. „Wir wussten, dass wir Qualität im Sturm brauchen, um auf allen drei Wettbewerbs-Ebenen konkurrenzfähig zu bleiben. Jackson war ein Wunschspieler von Trainer Thomas Tuchel – aber Chelsea hat bis zur letzten Minute hart verhandelt.“
Ein zentrales Problem war offenbar die ursprünglich geplante Kaufoption. Während Bayern zunächst auf ein fest verankertes Vorkaufsrecht bestand, forderte Chelsea eine höhere Gebühr und eine Rückrufoption im Sommer. „Es gab Momente, da waren wir raus – und dann wieder drin“, so Eberl.
Jackson: „Ich wollte unbedingt zu Bayern“
Der Spieler selbst habe laut Eberl „aktiv Druck gemacht“, um den Wechsel zu ermöglichen. Jackson bestätigte das:
> „Als ich gehört habe, dass Bayern interessiert ist, war für mich klar: Ich will das. Es ist ein großer Klub mit Champions-League-Ambitionen. Ich habe dem Chelsea-Management gesagt, dass das meine Chance ist.“
Der medizinische Check fand schließlich unter strengster Geheimhaltung in einer Münchner Klinik statt – am frühen Morgen, noch bevor der Transfer offiziell wurde.
Große Ziele – aber Bodenständigkeit
Auf die Frage nach seinen Erwartungen antwortete Jackson diplomatisch:
> „Ich bin hier, um zu lernen, mich zu beweisen und dem Team zu helfen. Natürlich will ich spielen – aber ich weiß auch, dass ich mich in jedem Training zeigen muss. Bei Bayern bekommt man nichts geschenkt.“
Tuchel, der nicht anwesend war, ließ über Eberl ausrichten, dass Jackson „ein Spieler mit außergewöhnlichem Tempo und Tiefgang“ sei, der „unserem Spiel eine neue Dimension geben“ könne.
Zukunft offen
Ob Jackson über den Sommer hinaus in München bleibt, ist noch offen. Eberl bestätigte, dass es keine automatische Kaufverpflichtung gebe, aber „wir werden alles daran setzen, dass es für beide Seiten passt – sportlich und finanziell.“
Fazit
Die ersten Worte von Jackson im Bayern-Trikot klangen voller Energie – und ein bisschen Stolz.
> „Jetzt beginnt die Arbeit“, sagte er zum Abschluss. „Ich bin bereit.“