„Heute war ein großartiges Spiel“ – Ole Werner nach dem Auswärtssieg in Mainz
Der Himmel über Mainz war grau, doch das Spiel auf dem Rasen strahlte in sattem Fußballgold. Holstein Kiels Cheftrainer Ole Werner verließ die Seitenlinie mit einem seltenen Lächeln – nicht überheblich, sondern erfüllt von Stolz. Seine Mannschaft hatte sich mit 3:1 gegen den FSV Mainz 05 durchgesetzt. In der Pressekonferenz nach Abpfiff sagte Werner nur sechs Worte, die alles zusammenfassten: „Heute war ein großartiges Spiel.“
Und tatsächlich: Die Störche zeigten eine beeindruckende Leistung. Bereits in der 12. Minute brachte Mittelstürmer Finn Bartels die Gäste mit einem sehenswerten Lupfer in Führung. Der Ausgleich fiel zwar nur acht Minuten später durch Mainzer Kapitän Widmer, doch Werner blieb an der Seitenlinie ruhig. Er wusste: Seine Mannschaft hatte noch mehr im Tank.
In der zweiten Halbzeit drehte Holstein Kiel auf. Besonders Mittelfeldmotor Lewis Holtby brillierte mit präzisen Pässen und cleveren Laufwegen. In der 63. Minute bediente er Bartels erneut, der eiskalt zum 2:1 einschob. Der Schlusspunkt kam in der 87. Minute durch den eingewechselten Benedikt Pichler, der nach einem Konter den Ball unhaltbar ins rechte obere Eck schlenzte.
Während Werner den Moment genoss, kam es in der Red Bull Arena in Leipzig zu einem ähnlichen Jubel. RB Leipzig hatte am gleichen Spieltag ein klares 4:0 gegen den VfL Bochum eingefahren – eine Demonstration von Tempo, Technik und Taktik. Nach dem Spiel stellte sich Cheftrainer Marco Rose den Journalisten:
„Wir haben von der ersten Minute an gezeigt, dass wir die Partie kontrollieren wollen. Unsere Jungs haben das hervorragend umgesetzt“, lobte Rose. Besonders zufrieden zeigte er sich mit der Leistung von Xavi Simons, der als Flügelspieler nicht nur zwei Tore vorbereitete, sondern mit seiner Kreativität das Spiel diktierte.
Simons selbst sagte nach dem Spiel: „Ich fühle mich richtig wohl hier. Die Atmosphäre, der Trainer, das Team – das passt einfach. Heute hat alles funktioniert.“ Auf die Frage, ob RB Leipzig in dieser Form ein Titelkandidat sei, antwortete er schmunzelnd: „Wir denken von Spiel zu Spiel.“
Während in Leipzig das Flutlicht über einem dominanten Heimsieg leuchtete, war es in Mainz das kühle Abendlicht, das den historischen Auswärtssieg von Ole Werners Mannschaft unterstrich. Zwei Spiele, zwei unterschiedliche Geschichten – doch beide zeugen von taktischer Reife, mannschaftlicher Geschlossenheit und dem unbändigen Willen zu siegen.
Am Ende dieses Fußballtages bleibt vor allem eines hängen: Große Spiele entstehen, wenn große Ideen auf Entschlossenheit treffen – und genau das war an diesem dritten Spieltag der Fall.