Manuel Neuer schließt endgültig Rückkehr zur Nationalmannschaft aus
München, 15. September 2025 – In einer Pressekonferenz, die sowohl emotionale als auch historische Züge trug, hat der langjährige Bayern-Kapitän und ehemalige Welttorhüter Manuel Neuer endgültig alle Spekulationen über eine Rückkehr ins Tor der deutschen Nationalmannschaft beendet.
„Meine Zeit im DFB-Trikot ist vorbei. Es war eine große Ehre, mein Land über viele Jahre vertreten zu dürfen. Aber jetzt ist es an der nächsten Generation, die Verantwortung zu übernehmen“, erklärte der 39-Jährige mit fester Stimme in der Allianz Arena, während sich die versammelten Journalisten Notizen machten und Kameras klickten.
Neuer, der seit 2010 Stammtorwart der deutschen Nationalelf war und mit dem Team 2014 in Brasilien den Weltmeistertitel holte, hatte seit seiner schweren Beinverletzung im Dezember 2022 mehrfach mit Formschwankungen und Rückschlägen zu kämpfen. Zwar kämpfte er sich eindrucksvoll zurück in die Startelf des FC Bayern München, doch ein Comeback in der Nationalmannschaft blieb aus.
Die Gerüchteküche brodelte besonders nach dem enttäuschenden Abschneiden der deutschen Mannschaft bei der Heim-EM 2024, bei der Deutschland im Viertelfinale gegen Spanien ausschied. Viele forderten eine Rückbesinnung auf erfahrene Spieler – und allen voran Neuer.
„Natürlich habe ich die Diskussionen verfolgt“, sagte Neuer. „Aber ich hätte nur dann zurückkehren können, wenn ich das Gefühl gehabt hätte, der Mannschaft wirklich helfen zu können. Dieses Gefühl habe ich nicht mehr – zumindest nicht als aktiver Spieler.“
DFB-Sportdirektor Rudi Völler zollte ihm im Anschluss Respekt: „Manuel ist eine Legende, da gibt es keine zwei Meinungen. Seine Entscheidung verdient höchste Anerkennung. Er hat wie kein Zweiter den modernen Torwart geprägt.“
Auch Bayerns Trainer Vincent Kompany äußerte sich: „Ich bin froh, dass wir ihn weiterhin bei uns haben. Für unsere junge Mannschaft ist er nicht nur ein sicherer Rückhalt, sondern auch ein Vorbild, was Professionalität, Disziplin und mentale Stärke angeht.“
Neuer selbst betonte, dass er sich künftig stärker auf seine Rolle beim FC Bayern konzentrieren wolle und nicht ausschließe, nach seiner aktiven Karriere eine Funktion im Fußball zu übernehmen. Ein Engagement beim DFB als Torwarttrainer oder Mentorenrolle sei “nicht ausgeschlossen, aber aktuell nicht geplant.”
Die Nationalmannschaft hingegen setzt nun auf ein neues Torwarttrio, angeführt von Marc-André ter Stegen, dem formstarken Kevin Trapp sowie dem jungen Hoffnungsträger Dennis Seimen vom VfB Stuttgart.
Mit diesem endgültigen Schlussstrich endet ein Kapitel, das über ein Jahrzehnt lang deutsche Fußballgeschichte geprägt hat. Manuel Neuer – der mit katzenartiger Sprungkraft, unerschütterlicher Ruhe und revolutionärem Mitspielerverhalten eine neue Ära im Torwartspiel einleitete – verlässt die internationale Bühne, aber nicht die Herzen der Fans.