Explosives Bundesliga-Duell: St. Pauli und Augsburg überraschen mit mutigen Startaufstellungen
Hamburg, 15. September 2025 – Die Millerntor-Stimmung brodelt schon vor dem Anpfiff: Der FC St. Pauli empfängt heute den FC Augsburg zu einem mit Spannung erwarteten Bundesliga-Duell. Und während die Fans auf den Tribünen ihre Fahnen schwenken und lautstark singen, sorgt der Blick auf die offiziellen Startaufstellungen für großes Raunen – auf beiden Seiten wird kräftig rotiert, experimentiert und mutig taktiert.
St. Pauli: Jugend trumpft auf
Trainer Fabian Hürzeler zeigt erneut, warum er als einer der mutigsten Taktikfüchse der Liga gilt. Statt auf bewährte Kräfte wie Eric Smith oder Marcel Hartel in der Startelf zu setzen, bringt er überraschend drei U21-Spieler aus der eigenen Akademie: Der 19-jährige Spielmacher Luca Reimann gibt sein Bundesliga-Debüt im offensiven Mittelfeld, während Innenverteidiger Malik Abou und Flügelspieler Noah Makanda ebenfalls überraschend von Beginn an ran dürfen.
„Wir wollen mutig sein, wir wollen Fußball spielen – und wir vertrauen unseren jungen Spielern“, erklärte Hürzeler vor dem Anpfiff. Taktisch setzt er auf ein flexibles 3-4-2-1-System mit hohem Pressing und schnellen Umschaltmomenten – ein riskanter Ansatz gegen das robuste Augsburg.
Augsburg: Formation mit Fragezeichen
Auch FCA-Coach Jess Thorup hat eine klare Botschaft an seine Mannschaft gesendet: Kein Platz für Routine. Top-Torjäger Dion Beljo sitzt überraschend nur auf der Bank, stattdessen beginnt der flinke Südkoreaner Ji-Hoon Lee im Sturmzentrum. Dazu kehrt Abwehrchef Felix Uduokhai nach sechs Wochen Verletzungspause direkt in die Startelf zurück – ein kalkuliertes Risiko?
Thorup schickt sein Team in einer 4-2-2-2-Formation aufs Feld – mit zwei Zehnern, die sich permanent zwischen den Linien bewegen sollen. “Wir wollen St. Pauli in deren eigenem Stadion früh den Rhythmus nehmen. Dafür brauchen wir Tempo, Mut und geistige Frische”, so der Däne in der Spieltagspressekonferenz.
Taktische Finesse vs. emotionale Wucht
Beide Mannschaften haben in der Vorbereitung auf diese Partie ein klares Statement gesetzt: Hier wird nicht gemauert, sondern mutig agiert. Besonders das Duell auf den Außenbahnen – zwischen St. Paulis explosivem Neuzugang Makanda und Augsburgs erfahrenem Linksverteidiger Mads Pedersen – verspricht Hochspannung.
Dazu kommt: Das Millerntor ist in dieser Saison eine Festung. Seit dem Aufstieg hat St. Pauli zu Hause noch kein Spiel verloren. Doch Augsburg, zuletzt mit einem 3:0 gegen Hoffenheim im Rücken, reist mit breiter Brust an.
Fazit: Alles ist angerichtet
Es ist mehr als nur ein Spiel – es ist ein Aufeinandertreffen zweier Fußballphilosophien: Jugendwille und taktischer Mut gegen Erfahrung und Disziplin. Die heute enthüllten Aufstellungen zeigen, dass beide Trainer gewillt sind, Risiken einzugehen, um das Spiel an sich zu reißen. Wer das bessere Händchen bewiesen hat, wird sich in den kommenden 90 Minuten auf dem Rasen des Millerntors entscheiden.