Vertrag enthüllt: Guirassy kassiert satte Prämie bei 20 Torbeteiligungen – BVB setzt auf Leistung statt Prestige
Wie Sport Bild exklusiv berichtet, enthält der Vertrag von BVB-Stürmer Serhou Guirassy eine besondere Leistungsprämie, die bisher geheim gehalten wurde. Demnach kassiert der Nationalspieler Guineas eine stattliche Bonuszahlung, sobald er an 20 Toren direkt beteiligt ist – egal ob durch Tore oder Vorlagen. Die Klausel ist ein Zeichen dafür, wie stark Borussia Dortmund auf leistungsbezogene Vergütungen setzt – und welch zentrale Rolle Guirassy in den Plänen von Trainer Nuri Şahin spielt.
Nach seinem Wechsel vom VfB Stuttgart im Sommer 2024 galt Guirassy als Hoffnungsträger für die Dortmunder Offensive. Bereits in seiner ersten Saisonhälfte zeigte er eindrucksvoll, warum er als einer der effizientesten Stürmer Europas gilt. In den ersten zehn Bundesliga-Spielen brachte er es bereits auf 9 Tore und 4 Vorlagen – und steuert damit zielsicher auf die magische 20-Beteiligungs-Marke zu.
Laut dem Bericht aus dem Umfeld des Vereins beträgt der Bonus im Erfolgsfall rund 500.000 Euro – steuerfrei ausgezahlt über ein separates Leistungsmodell. Intern wird die Klausel als “Motivations-Booster” bezeichnet. Ein hochrangiger Funktionär, der anonym bleiben möchte, erklärte:
„Guirassy ist ein Spieler, der von Zielvorgaben lebt. Er braucht den Druck, um zu explodieren. Diese Klausel war eine bewusste Entscheidung – von beiden Seiten.“
Interessant: Die Zählweise der Beteiligungen ist ungewöhnlich großzügig. Bereits der vorletzte Pass vor einem Tor – wenn taktisch entscheidend – kann unter bestimmten Umständen als Vorlage gewertet werden. Hier greift ein spezielles Scouting-System, das der BVB gemeinsam mit einem belgischen Datenanalyse-Start-up entwickelt hat.
Guirassy selbst äußerte sich am Rande einer Trainingseinheit zur Thematik: „Ich spiele nicht für Boni, sondern für Titel. Aber klar: Wenn gute Leistungen zusätzlich belohnt werden, ist das fair. Am Ende profitiert das ganze Team.“
Intern sieht man die Regelung als Teil einer neuen Gehaltsstruktur, die unter Sportdirektor Sebastian Kehl eingeführt wurde. Fixgehälter werden gedeckelt, stattdessen setzen die Dortmunder auf erfolgsbasierte Komponenten. „Wer trifft, verdient. Wer nur mitläuft, eben nicht“, so ein Mitarbeiter aus dem Leistungsbereich.
Auch in der Mannschaft sorgt das Modell für Diskussionen. Während Führungsspieler wie Emre Can und Mats Hummels laut Vereinsquellen keine vergleichbaren Klauseln besitzen, sollen jüngere Spieler wie Jamie Bynoe-Gittens oder Youssoufa Moukoko ähnliche leistungsbezogene Verträge unterschrieben haben – allerdings mit niedrigeren Zielmarken.
Guirassy könnte die 20er-Marke bereits im kommenden Monat knacken, sollte er seinen aktuellen Lauf fortsetzen. Für den BVB wäre das doppelt erfreulich: sportlich ein Gewinn – finanziell ein Preis, den man gern zahlt.