Nicolas Jackson peilt Bayern-Durchbruch an: “Ich trainiere hart für meinen Platz im Star-Ensemble”
München – Es ist früher Morgen auf dem FC Bayern Campus. Während die meisten Spieler noch im Kraftraum ihre Pflichtstunden absolvieren, steht einer bereits auf dem Trainingsplatz, Schweiß auf der Stirn, Fokus in den Augen: Nicolas Jackson. Der 24-jährige senegalesische Stürmer, der im Sommer überraschend von Chelsea nach München wechselte, lässt keinen Zweifel daran, dass er gekommen ist, um zu bleiben – und vor allem, um zu glänzen.
„Ich weiß, was es bedeutet, für einen Verein wie den FC Bayern zu spielen“, sagt Jackson im exklusiven Interview. „Hier reicht es nicht, gut zu sein. Du musst außergewöhnlich sein – jeden Tag.“
Nach einem durchwachsenen Jahr in der Premier League, in dem er trotz seines Talents oft in der Kritik stand, sieht Jackson den Wechsel nach Deutschland als Neuanfang. Die Bayern hatten in der vergangenen Transferperiode vergeblich versucht, einen klassischen Neuner von Weltformat zu verpflichten – doch nun ruht ein Teil der Hoffnungen auf dem dynamischen Angreifer aus Banjul.
Neustart unter Tuchel – oder seinem Nachfolger
Unter Trainer Thomas Tuchel (oder möglicherweise einem Nachfolger, sollte sich die Trainerfrage in der laufenden Saison ändern) bekommt Jackson die Chance, sich zu beweisen. In den Testspielen zeigte er bereits Ansätze seiner Klasse: Tiefe Laufwege, explosive Antritte, intelligentes Pressing. Zwar wartet er noch auf sein erstes Pflichtspieltor für die Münchner, doch sein Einsatz ist unübersehbar.
„Der Junge brennt“, sagt ein Vereinsinsider. „Er ist jeden Tag einer der Ersten auf dem Platz und geht als Letzter. Das imponiert auch den Führungsspielern.“
Konkurrenzkampf als Motivation
Mit gestandenen Spielern wie Harry Kane, Serge Gnabry, Kingsley Coman und Leroy Sané ist die Offensivabteilung der Bayern bestens besetzt. Doch Jackson sieht die Konkurrenz nicht als Bedrohung, sondern als Ansporn: „Ich will nicht nur lernen, ich will kämpfen. Ich bin nicht hier, um auf der Bank zu sitzen.“
Dabei hilft ihm auch sein enger Draht zu Sadio Mané, seinem Landsmann und ehemaligen Bayern-Spieler, der ihm mit Rat und Tat zur Seite steht. „Sadio hat mir viel über die Mentalität hier erzählt. Es geht nicht nur ums Talent – es geht um den Willen.“
Ziel: Durchbruch bis zur Winterpause
Jackson hat sich ein klares Ziel gesetzt: Bis zur Winterpause will er sich in die Startelf gespielt haben. Die Chancen stehen nicht schlecht – Verletzungen, Formschwankungen und ein anspruchsvoller Spielplan könnten ihm Gelegenheiten verschaffen, die er nutzen will.
„Ich will, dass die Fans meinen Namen rufen. Ich will zeigen, dass ich Bayern-Niveau habe. Dafür arbeite ich jeden Tag – hart, fokussiert, kompromisslos.“
Ob ihm der endgültige Durchbruch gelingt, bleibt abzuwarten. Doch eines ist sicher: Nicolas Jackson ist bereit, alles zu geben. Und wer ihn auf dem Trainingsplatz sieht, glaubt ihm jedes Wort.