Bayern beenden Verfolgung von Lookman – Fokus auf andere Optionen
München – Der FC Bayern München hat sein Interesse an Ademola Lookman, dem amtierenden Afrikanischen Fußballer des Jahres, offiziell beendet. Nach wochenlangen Spekulationen rund um den Flügelspieler von Atalanta Bergamo gab der deutsche Rekordmeister am Montag bekannt, dass man die Verhandlungen nicht weiterführen werde.
Lookman, der mit seinem sensationellen Hattrick im Europa-League-Finale gegen Bayer Leverkusen Europas Bühne im Sturm eroberte, galt als ein Wunschspieler in der Säbener Straße. Der 27-jährige Nigerianer, der sowohl auf dem linken Flügel als auch zentral im Angriff eingesetzt werden kann, hatte laut italienischen Medienberichten bereits „fortgeschrittene Gespräche“ mit Bayern geführt. Doch nun scheint das Kapitel endgültig geschlossen.
Gründe für den Rückzug
Internen Quellen zufolge waren es vor allem finanzielle und strategische Gründe, die zum Rückzug führten. Atalanta forderte demnach eine Ablösesumme jenseits der 50-Millionen-Euro-Marke – ein Preis, den Bayern unter dem neuen Sportvorstand Max Eberl offenbar nicht zu zahlen bereit war.
„Ademola ist ein außergewöhnlicher Spieler mit großer internationaler Erfahrung“, sagte Eberl auf einer Pressekonferenz am Montag. „Aber wir müssen auch wirtschaftlich vernünftig handeln und Prioritäten setzen.“
Auch Trainer Vincent Kompany, der Lookman aus gemeinsamen Premier-League-Zeiten gut kennt, soll sich laut Vereinskreisen gegen einen Transfer ausgesprochen haben. Stattdessen fokussiert sich der Belgier auf die Integration junger Talente wie Mathys Tel und Neuzugang Bryan Zaragoza.
Lookmans Reaktion
Aus dem Lager Lookman wurde die Entscheidung mit Bedauern, aber auch Verständnis aufgenommen. In einem kurzen Statement ließ sein Management verlauten: „Ademola fühlt sich geehrt, dass ein Klub wie Bayern München Interesse gezeigt hat. Der Fokus liegt nun voll auf Atalanta und der kommenden Champions-League-Saison.“
Lookman selbst postete auf Instagram lediglich ein kryptisches „Keep pushing forward 💪🏾“, was unter Fans sowohl in Deutschland als auch in Italien für Spekulationen sorgte.
Was bedeutet das für Bayern?
Mit dem geplatzten Lookman-Transfer richtet sich der Blick der Münchner nun auf alternative Optionen. Namen wie Nico Williams (Athletic Bilbao), Michael Olise (Chelsea) und Karim Adeyemi (Dortmund) kursieren in der Gerüchteküche. Ob einer von ihnen noch vor Ende der Transferperiode an die Isar wechselt, bleibt abzuwarten.
Klar ist: Die Offensive der Bayern benötigt nach der enttäuschenden Saison 2024/25 dringend frischen Wind. Der Rückzug aus dem Lookman-Poker könnte dabei entweder als verpasste Chance oder als kluge Weichenstellung interpretiert werden – je nachdem, wie sich der restliche Transfersommer entwickelt.
Für Lookman hingegen geht die Reise weiter in Bergamo – zumindest vorerst. Doch in einer Fußballwelt, die sich täglich ändern kann, ist eins sicher: Das letzte Kapitel seiner Karriere ist noch lange nicht geschrieben.