EXKLUSIV: Mads Roerslev spricht über Verletzungspech, die Leihe beim VfL Wolfsburg und seine Zukunftspläne
Nach Wochen der Stille meldet sich Mads Roerslev exklusiv bei Bulinews.com zu Wort – offen, reflektiert und kämpferisch. Der 25-jährige Däne, aktuell vom Premier-League-Klub Brentford an den VfL Wolfsburg ausgeliehen, spricht erstmals ausführlich über die muskuläre Oberschenkelverletzung, die ihn seit der letzten Länderspielpause außer Gefecht setzt.
„Es war frustrierend. Ich hatte das Gefühl, gerade richtig Fuß zu fassen in Wolfsburg – und dann passiert das“, sagt Roerslev mit ernster Miene. Die Verletzung zog sich länger als erwartet hin. Erst wurde von zwei Wochen Pause gesprochen, doch bald wurde klar: Die Muskulatur macht nicht mit. „Ich habe versucht, frühzeitig ins Training zurückzukehren, aber mein Körper hat mir deutlich gesagt: Noch nicht.“
Dabei hatte der Däne einen vielversprechenden Start in der Bundesliga hingelegt. In den ersten Spielen zeigte Roerslev seine Stärken: ein gutes Stellungsspiel, Tempo auf der rechten Seite und die Fähigkeit, sowohl defensiv stabil als auch offensiv mutig zu agieren. Wolfsburg-Trainer Niko Kovac lobte ihn mehrfach für seine professionelle Einstellung. „Mads ist ein Spieler mit großer Disziplin und Teamgeist. Wir haben großes Vertrauen in ihn“, so Kovac damals.
Die Leihe nach Deutschland war für Roerslev ein wichtiger Schritt. „Ich wollte einfach wieder regelmäßig spielen, mich in einem neuen Umfeld beweisen. Die Bundesliga hat mich immer gereizt – das Tempo, die Intensität, die Fans“, erklärt er. Der Wechsel kam im Sommer relativ kurzfristig zustande, nachdem Brentford ihm keine garantierte Spielzeit zusichern konnte. Wolfsburg bot ihm diese Bühne – zunächst für ein Jahr.
Nun steht Roerslev vor der Rückkehr auf den Platz. In den letzten Wochen absolvierte er individuelle Einheiten, zuletzt auch wieder Teile des Mannschaftstrainings. „Ich fühle mich körperlich besser als je zuvor. Die Pause hat mir nicht nur physisch, sondern auch mental geholfen. Ich bin hungrig.“
Und wie sieht es mit der Zukunft aus? Bleibt er in Wolfsburg, kehrt er zu Brentford zurück – oder ist sogar ein neuer Verein im Gespräch? Roerslev hält sich bedeckt: „Noch ist nichts entschieden. Ich konzentriere mich darauf, zurück auf den Platz zu kommen und der Mannschaft in den kommenden Wochen zu helfen. Alles Weitere wird sich zeigen.“
Sicher ist: Die kommenden Monate könnten entscheidend werden für seine Karriere. Der VfL beobachtet seine Entwicklung genau – eine feste Verpflichtung scheint nicht ausgeschlossen. Auch Brentford hat signalisiert, dass man seine Leistungen in Deutschland genau verfolgt.
Mads Roerslev blickt nach vorne – mit realistischem Optimismus: „Ich will einfach wieder das tun, was ich liebe: Fußball spielen. Alles andere kommt dann von selbst.“