Bakayokos Sonntagsschuss entscheidet Duell in Leipzig – RB ringt Mainz mit 1:0 nieder
Es war ein Spiel, das lange auf Messers Schneide stand. Zwei Mannschaften, die taktisch diszipliniert agierten, kämpferisch auftraten, aber offensiv wenig Raum fanden – bis ein belgischer Flügelstürmer in der 44. Minute einen Moment der Klarheit hatte und das Spiel mit einem Paukenschlag entschied.
Johan Bakayoko, Neuzugang von RB Leipzig, wurde auf dem rechten Flügel von Xavi Simons bedient, legte sich den Ball in vollem Tempo zurecht und zog aus rund 22 Metern mit dem linken Fuß ab. Der Ball zischte wie ein Pfeil durch die Mainzer Defensive und schlug unhaltbar im linken oberen Eck ein – ein echtes Traumtor, das nicht nur die Red Bull Arena zum Beben brachte, sondern auch das goldene Tor eines insgesamt umkämpften Spiels war.
„So ein Treffer kommt nicht jeden Tag“, sagte Leipzigs Trainer Marco Rose nach dem Abpfiff mit einem Lächeln. „Bakayoko hat sich in den letzten Wochen enorm entwickelt, er arbeitet hart – heute wurde er dafür belohnt.“
Mainz, unter Trainer Bo Svensson gewohnt kompakt, hatte bis zu diesem Moment kaum Chancen zugelassen. Die Rheinhessen standen tief, pressten klug im Mittelfeld und zwangen Leipzig immer wieder zu langen Bällen. Doch die eine Unachtsamkeit vor der Pause reichte, um am Ende mit leeren Händen dazustehen.
In der zweiten Halbzeit versuchte Mainz, mehr Druck zu machen. Aymen Barkok kam zur Pause und brachte frischen Wind über die linke Seite. In der 58. Minute prüfte Jonathan Burkardt Leipzigs Keeper Janis Blaswich mit einem wuchtigen Kopfball – doch der Schlussmann reagierte glänzend und bewahrte seine Mannschaft vor dem Ausgleich.
Leipzig hingegen lauerte auf Konter. Besonders auffällig: das Zusammenspiel zwischen Simons, Olmo und Bakayoko, das phasenweise an ein eingespieltes Trio erinnerte. Zwar fehlte es an klaren Torchancen in Durchgang zwei, doch die Spielkontrolle lag meist bei den Sachsen.
„Wir wussten, dass Mainz unangenehm ist. Das sind drei sehr wichtige Punkte“, fasste Xaver Schlager das Spiel nüchtern zusammen. Auch Bakayoko selbst äußerte sich nach seinem Premierentor für Leipzig: „Ich hatte das Selbstvertrauen – und manchmal muss man einfach draufhalten. Schön, dass er reingegangen ist.“
Am Ende blieb es beim 1:0 – ein Arbeitssieg für Leipzig, ein bitterer Rückschlag für Mainz. Doch in einem Spiel mit wenigen Höhepunkten sorgte ein belgischer Kunstschütze für den Unterschied – und schrieb sich damit früh in die Herzen der Leipziger Fans.