“Kane ist gut – aber nicht auf dem Niveau von Lewandowski oder Haaland”: Ex-Liverpool-Star entfacht Debatte
In einem kürzlich geführten Interview mit dem fiktiven Sportmagazin “Fußball Fokus Europa” sorgte der ehemalige Premier-League-Stürmer und Liverpool-Star Daniel Mercer für Aufsehen. Der heute 41-jährige Engländer, der in den frühen 2000er-Jahren für die “Reds” stürmte und insgesamt 45 Premier-League-Tore erzielte, nahm dabei kein Blatt vor den Mund – vor allem, wenn es um Englands aktuellen Kapitän Harry Kane ging.
„Kane ist zweifellos ein großartiger Torjäger – aber wenn wir ehrlich sind, er steht nicht auf derselben Stufe wie Robert Lewandowski oder Erling Haaland“, erklärte Mercer mit ernster Miene. Die Aussagen fielen im Rahmen einer Diskussion über die größten Stürmer des letzten Jahrzehnts.
Lob – aber mit Einschränkungen
Mercer stellte zunächst klar, dass er Kanes Leistungen respektiere. „Er ist konstant, technisch stark, ein echter Teamspieler. Seine Entwicklung bei Tottenham war beeindruckend, und seine Rekorde sprechen für sich.“ Dennoch, so Mercer weiter, fehle Kane „der entscheidende Funke auf internationaler Bühne“, den andere Weltklassestürmer wie Lewandowski und Haaland regelmäßig zeigen würden.
Lewandowski: Der „komplette Neuner“
Robert Lewandowski, der zwischen 2010 und 2014 für Borussia Dortmund auflief und später beim FC Bayern zur absoluten Weltklasse reifte, sei für Mercer „der Inbegriff eines modernen Stürmers“. Mit über 600 Karrieretoren, Champions-League-Titel und zahlreichen individuellen Auszeichnungen sei der Pole „ein Spieler, der Spiele im Alleingang entscheiden kann – und das auf höchstem Niveau“.
Haaland: Die neue Maschine
Auch Erling Haaland, der zwischen 2020 und 2022 im Trikot des BVB für Furore sorgte, wurde von Mercer in höchsten Tönen gelobt. „Was Haaland in seinem Alter bereits erreicht hat, ist Wahnsinn. Seine Athletik, seine Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor, seine Explosivität – das ist etwas, das Kane nie wirklich in dem Ausmaß hatte.“ Der Norweger sei eine „Naturgewalt“, während Kane eher ein „taktisch cleverer Spielmacher im Körper eines Stürmers“ sei.
Kritik an Kanes Wechsel
Zusätzlich kritisierte Mercer indirekt auch Kanes späten Wechsel nach Deutschland. „Hätte er früher den Schritt zu einem europäischen Spitzenklub gewagt, könnten wir vielleicht anders über ihn reden. Aber zehn Jahre bei Tottenham ohne Titel? Das hinterlässt Spuren.“
Die Reaktionen: Gemischt
Die Aussagen sorgten in England und Deutschland für geteilte Meinungen. Einige Experten pflichteten Mercer bei, während andere ihn beschuldigten, Kanes Leistungen zu unterschätzen. Der Ex-Nationalspieler Matthias Sammer kommentierte trocken: „Das ist wieder typisch britisch – erst hypen sie einen hoch, dann ziehen sie ihn runter.“
Ob Kane die Kritik als Motivation nutzt, bleibt abzuwarten. Eins steht fest: Die Debatte um den besten Stürmer Europas ist um ein Kapitel reicher.