BVB besorgt um Top-Torjäger: Sorge um Serhou Guirassy
Borussia Dortmund erlebt aktuell eine Mischung aus Euphorie und Anspannung: Euphorie, weil der neue Angreifer Serhou Guirassy seit seinem Wechsel von Stuttgart die erhoffte Torgefahr mitbringt. Anspannung hingegen, weil sich am vergangenen Wochenende neue Sorgen um die Schulter des Torjägers auftaten. Beim 2:1-Sieg gegen Mainz musste Guirassy nach einem unglücklichen Zweikampf sichtbar angeschlagen weiterspielen – ein Schockmoment für Trainer, Fans und Verantwortliche.
Der 28-jährige Nationalspieler Guineas ist mit acht Treffern in den ersten sechs Spielen der Schwarzgelben der derzeit mit Abstand gefährlichste Offensivmann im Kader. Seine Präsenz im Strafraum, seine Effizienz vor dem Tor und sein Zusammenspiel mit Mitstürmer Niclas Füllkrug haben Dortmunds Angriffsspiel deutlich belebt. Doch als Guirassy in der 65. Minute nach einem Kopfballduell unglücklich auf die rechte Schulter fiel, hielt man im Stadion kollektiv den Atem an. Der Stürmer verzog das Gesicht vor Schmerz, hielt sich mehrfach die Schulter und wirkte in seinen Bewegungen eingeschränkt.
Zwar biss er auf die Zähne und spielte die Partie noch zu Ende, doch die medizinische Abteilung des BVB zeigte sich anschließend vorsichtig. „Serhou hat einen Schlag auf die Schulter bekommen. Wir wollen kein Risiko eingehen und werden weitere Untersuchungen durchführen“, erklärte Mannschaftsarzt Dr. Markus Braun nach dem Spiel. Laut Vereinsangaben ist eine schwerere Verletzung zwar unwahrscheinlich, dennoch stehen ein MRT und eine Reihe von Belastungstests in dieser Woche auf dem Programm.
Die Sorgen im Dortmunder Lager sind nicht unbegründet. Schon in seiner Zeit beim VfB Stuttgart hatte Guirassy mehrfach mit Blessuren zu kämpfen, darunter auch Probleme im Schulterbereich. Für den BVB, der in dieser Saison sowohl in der Bundesliga als auch in der Champions League ambitionierte Ziele verfolgt, wäre ein längerfristiger Ausfall des Top-Torjägers ein herber Rückschlag. Trainer Edin Terzić betonte auf der Pressekonferenz: „Serhou ist für unser Offensivspiel enorm wichtig. Aber wir müssen abwarten, wie sich die Schulter entwickelt. Seine Gesundheit steht an erster Stelle.“
Sportdirektor Sebastian Kehl versuchte die Wogen zu glätten, wies aber gleichzeitig auf die Bedeutung des Angreifers hin: „Wir sind froh, dass er bisher so eingeschlagen hat. Gleichzeitig wissen wir, dass wir Alternativen brauchen, falls er mal ausfällt. Wir haben mit Füllkrug, Moukoko und auch Malen Spieler, die Verantwortung übernehmen können.“
Die Fans in Dortmund reagierten dennoch alarmiert. In den sozialen Netzwerken wurde nach dem Mainz-Spiel eifrig über die Szenen diskutiert, viele äußerten ihre Sorge über eine mögliche Pause ihres neuen Lieblingsspielers. Einige erinnerten an die letzte Saison, als Dortmund in entscheidenden Phasen verletzungsbedingt geschwächt war und dadurch wertvolle Punkte im Titelrennen verlor.
Guirassy selbst zeigte sich nach dem Spiel kämpferisch. „Es tut ein bisschen weh, aber ich wollte unbedingt weitermachen und dem Team helfen. Wir schauen jetzt Tag für Tag, wie es sich entwickelt“, sagte er mit einem Lächeln. Ob er bereits im kommenden Bundesligaspiel gegen den SC Freiburg wieder von Beginn an auflaufen kann, bleibt allerdings offen.
Für den BVB bleibt zu hoffen, dass die Schulterprobleme ihres Top-Torjägers nicht mehr als ein kleiner Schreckmoment waren. Denn klar ist: Ohne die Treffer von Serhou Guirassy würde Borussia Dortmund in dieser frühen Saisonphase nicht so stark dasteh
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