„Sehr traurig“: BVB-Boss Cramer über den Abschied von Moukoko
Borussia Dortmund steht vor einem schmerzhaften Einschnitt: Das langjährige Offensivtalent Youssoufa Moukoko verlässt den Verein. Nachdem wochenlang über seine Zukunft spekuliert worden war, ist der Abgang nun offiziell. Besonders BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Klubchef Carsten Cramer machten keinen Hehl daraus, dass der Abschied für den Verein schwer wiegt. Vor allem Cramer fand deutliche Worte: „Es ist sehr traurig, dass Youssoufa uns verlässt. Er war ein Gesicht unserer Nachwuchsarbeit und ein Symbol dafür, dass Talente beim BVB den Sprung in den Profifußball schaffen können.“
Ein Talent aus der eigenen Jugend
Moukoko kam im Sommer 2016 in die Jugendabteilung von Borussia Dortmund, damals noch als Zwölfjähriger vom FC St. Pauli. Schnell galt er als eines der größten Talente im deutschen Fußball. In der U17 und U19 des BVB brach er sämtliche Torrekorde, ehe er 2020 im Alter von 16 Jahren sein Bundesliga-Debüt feierte. Mit diesem Einsatz schrieb er Geschichte, denn er war der jüngste Spieler, der jemals in der Bundesliga auflief.
„Er hat über viele Jahre hinweg bewiesen, dass er außergewöhnliche Fähigkeiten besitzt“, so Cramer weiter. „Gleichzeitig war er für viele unserer Fans eine Identifikationsfigur – jung, aus dem eigenen Nachwuchs und voller Energie.“
Höhen und Tiefen in Dortmund
Trotz seiner großen Vorschusslorbeeren verlief die Zeit bei den Profis nicht immer gradlinig. Immer wieder bremsten Verletzungen den Stürmer aus. Zudem war die Konkurrenz im Dortmunder Angriff hoch, sodass Moukoko nicht immer die Einsatzzeiten erhielt, die er sich erhofft hatte. Dennoch erzielte er wichtige Tore – etwa in der Champions League oder bei entscheidenden Bundesliga-Partien.
Die vergangenen Monate standen jedoch im Zeichen zunehmender Unzufriedenheit. Gerüchte über einen möglichen Wechsel hielten sich hartnäckig. Insbesondere Klubs aus England und Spanien zeigten großes Interesse.
Cramer betont Dankbarkeit
Auf die Frage, ob der Verein mehr hätte tun können, um Moukoko zu halten, reagierte Cramer zurückhaltend: „Natürlich haben wir alles versucht. Aber am Ende entscheidet ein Spieler selbst über seine Zukunft. Wir sind dankbar für die Jahre, die Youssoufa bei uns verbracht hat, und wünschen ihm nur das Beste.“
Seine Worte machten deutlich, dass der Abgang nicht ohne Emotionen verläuft. „Es ist traurig, weil er hier groß geworden ist. Viele Mitarbeiter aus der Akademie haben jahrelang eng mit ihm gearbeitet. Für sie fühlt sich dieser Moment wie ein kleiner Verlust an“, erklärte Cramer.
Zukunft ohne Moukoko
Für Borussia Dortmund bedeutet der Weggang auch sportlich eine Herausforderung. Mit Moukoko verliert der Klub nicht nur einen jungen, entwicklungsfähigen Spieler, sondern auch eine Option in der Offensive, die in der Breite gebraucht wird. „Wir werden Lösungen finden“, versicherte Cramer. „Der BVB war immer in der Lage, Abgänge zu kompensieren. Doch klar ist: Moukoko hinterlässt eine Lücke.“
Wie es für den 20-Jährigen weitergeht, ist noch nicht offiziell bestätigt. Medienberichten zufolge soll ein Wechsel in die Premier League kurz bevorstehen. Für den BVB endet damit ein Kapitel, das einst mit riesigen Hoffnungen begann und nun mit einem „sehr traurigen“ Abschied zu Ende geht.